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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 23:00 Uhr

Bargstedt : Diestel-Dunst und dröhnende Motoren

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Geruch von verbranntem Diesel hing in der Luft und das Dröhnen der Motoren war schon von Weiten zu hören: Am Wochenende beherrschten die Freunde des „Trecker-Trecks“ die Koppeln in der Nähe der Bargstedter Kiesgrube.

Der Geruch von verbranntem Diesel hing in der Luft und das Dröhnen der Motoren war schon von Weiten zu hören: Am Wochenende beherrschten wieder die Freunde des „Trecker-Trecks“ die Koppeln in der Nähe der Bargstedter Kiesgrube. Zum mittlerweile siebten Mal hatte das Trecker-Treck-Team Huy zu dem Wettkampf der Ackergiganten eingeladen. Bei vorwiegend sonnigem Wetter besuchten dann auch fast 1000 kleine und große Gäste das über Sonnabend und Sonntag gehende Spektakel.

Ob Fendt oder IHC, Lanz oder Deutz – insgesamt gingen an diesem Wochenende rund 170 Fahrer in 15 verschiedenen Klassen mit ihren Schleppern an den Start, um den bis zu 14 Tonnen schweren Bremswagen soweit wie möglich über die 80 Meter lange Strecke zu ziehen. Gefahren wurde auf zwei Bahnen mit unterschiedlich schweren Bremswagen. „Für die Oldtimer brauchen wir ja nicht so viel Gewicht, wie für die PS-Giganten“, erklärte Jörg Brumloop vom Team Huy diesen Punkt.

Bereits am Sonnabend erwartete die Besucher der Veranstaltung einiges an Neuerungen. „Neben der Frauenklasse, bei der übrigens mehr als zehn Fahrerinnen an den Start gingen, haben wir zum ersten Mal auch das 14-Tonnen-Tandem-Ziehen durchgeführt.“ Dafür wurden zwei markengleiche Schlepper mit einem Gesamtgewicht von bis zu 14 Tonnen hintereinander vor den Bremswagen gekoppelt. „Die mussten aber nicht identisch in der Leistung sein, Hauptsache sie waren von der gleichen Marke“, betonte Brumloop, der sich mit dem Ablauf des „Trecker-Trecks“ sehr zufrieden zeigte.

„Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung kann man nur durchführen, wenn alle Mitglieder mitmachen“, berichtete er. Und genau das funktioniere beim Team-Huy perfekt. Und da die knapp 40 Frauen und Männer des Teams aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, engagiere sich jeder entsprechend seiner Fähigkeiten. „Und alle sind mit viel Spaß dabei“. Ganz aus Schwerin war an diesem Tag das „Team Fedke“ angereist und hatte mit einem „Fortschritt 403“ einen ganz besonderen Schlepper aus DDR-Zeiten mitgebracht. „Als Landmaschinen-Händler habe ich ab und zu Schlepper auf dem Hof, die man nicht weiterverkaufen kann“, erklärte Renee Fedke, der mit seiner sechsköpfigen Crew regelmäßig an Trecker-Trecks teilnimmt. Also nahm er einen Motor mit zehn Litern Hubraum und Turoboaufladung und erschuf in unzähligen Arbeitsstunden mit seinem auf den Namen „Calimero“ getauften Trecker, ein echtes Unikat in der Schlepperszene.

„Der hat jetzt gut 400 PS“, verriet Fedke stolz. Gab es anfangs noch Probleme mit der Technik, läuft der 1973 gebaute Trecker nun seit zwei Jahren ohne nennenswerte Ausfälle. „Die Arbeit hat sich gelohnt.“

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