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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 01:24 Uhr

Jugendhandball : Derby-Pleite

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HG OKT kassierte im Derby der Handball-Oberliga der weiblichen Jugend B eine 16:25-Niederlage gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Für eine Überraschung sorgten die A-Mädchen der HSG BAD mit ihrem Sieg gegen Esingen.

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg hat in der Handball-Oberliga der männlichen Jugend A einen perfekten Start hingelegt. Mit dem 28:24 über den TSV Sieverstedt feierte das Team von Trainer Jens-Christian Woldt den zweiten Sieg im zweiten Spiel und übernahm die Tabellenführung. Auch die weibliche Jugend A der HSG BAD hat nach zwei Spielen noch eine weiße Weste. Die Mädchen aus Büdelsdorf und Alt Duvenstedt bezwangen den Bundesligisten TuS Esingen mit 31:29. Die HG OKT kassierte hingegen mit dem 22:28 beim Buxtehuder SV ihre erste Niederlage. Die B-Mädchen der HG OKT mussten sich im Derby der bis dato punktlosen HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit 16:25 geschlagen geben. Chancenlos war die männliche Jugend B der HSG Eider Harde bei der 20:32-Heimniederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt.

Männliche Jugend A
HSG Schülp/W’feld/RD – TSV Sieverstedt 28:24 (19:13)

Die HSG bestimmte in der ersten Hälfte klar das Geschehen, weil die von Trainer Jens-Christian Woldt ausgegebene Taktik griff. „Wir haben Sieverstedt mit unserer 5:1-Abwehr verunsichert. Die konnten nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen.“ Zudem sorgten der überragende Felix Stiller und Jasper Jakob Rohn (Woldt: „Er hat ein starkes Spiel gemacht.“) für die nötigen Tore, so dass die Gastgeber sich nach dem 2:2 (6.) bis zum Seitenwechsel ein komfortables Sechs-Tore-Polster verschaffen konnten. Kurz nach dem Wiederanpfiff kassierte Maximilian Olf seine dritte Zeitstrafe und fehlte der HSG vor allem im Angriff. Sieverstedt reagierte, nahm Felix Stiller in Manndeckung und brachte das Offensivspiel der Gastgeber gehörig ins Stocken. Bis auf 21:22 kamen die Gäste heran, schafften es aber nicht, in Führung zugehen. „In dieser heißen Phase hat uns Flemming Bunse in der Partie gehalten. Entweder hat er selbst getroffen oder seine Nebenleute frei gespielt“, berichtete Woldt, dessen Team sich in der Schlussphase wieder deutlich absetzen konnte und eine überraschenden Sieg gegen einen der Meisterschaftsfavoriten bejubeln durfte. „Wir dürfen jetzt aber nicht abheben, sondern müssen konzentriert weiter arbeiten“, mahnte der HSG-Coach.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Vollstedt – Stiller (10), Bunse (3), Lindemann (3), Marxen (1), Doose, Olf (2/1), Imme (4), Rohn (3), Ott, Lindhorst (2), Wiese, Bernhardt, Reimers.

Weibliche Jugend A
HSG BAD – TuS Esingen 31:29 (15:16)

Nach dem Abpfiff guckte Malte Böhrnsen zunächst noch etwas ungläubig, doch dann ballte der Coach der HSG BAD die Siegerfaust. „Wir haben einen Bundesligisten geschlagen“, jubelte Böhrnsen. „Vor der Leistung der Mannschaft ziehe ich den Hut.“ Zwar offenbarten die Gastgeberinnen in der Abwehr zunächst noch ein paar Abstimmungsprobleme gegen den Rückraum des TuS Esingen, doch mit zunehmender Spielzeit harmonierten Birka Kossek und Co. immer besser. So wurde aus einem 4:7- Rückstand (10.) eine 13:11-Führung (24.). Doch die Gäste haben sich nicht umsonst für die Jugend-Bundesliga qualifiziert und dort vor zwei Wochen nur hauchdünn mit 24:25 beim Frankfurter HC verloren. Die Qualitäten der TuS-Mädchen blitzten immer wieder auf, so dass die Gäste mit einer knappen 16:15-Führung in die Pause gingen. Auch die ersten Minuten nach Wiederanpfiff bestimmten die Gäste. „Wir sind aber immer ruhig geblieben und haben an uns geglaubt“, sagte Böhrnsen. Und diese mentale Stärke sollte der HSG in der Endphase zum Erfolg verhelfen. Beim 23:22 (43.) brachte Muriel Jöhnk ihr Team erstmals im zweiten Durchgang in Führung. Bis zum 29:27 (54.) blieb die Partie umkämpft, dann sorgte Kossek mit einem Doppelschlag zum 31:27 (59.) für die Vorentscheidung zugunsten der HSG. Böhrnsen: „Das war ein Sieg des Willens.“


HSG BAD: Lipka, Götz, Schönnagel – Epp (2), Heinrich, Kossek (11/2), Jöhnk (2), Schulz, Sörensen (2), Studt (5), Lübeck (3), Jeß (5), Schütz (1).

Buxtehuder SV – HG OKT 28:22 (18:7)

„Man merkt den Buxtehuderinnen an, dass sie unter ganz anderen Voraussetzungen als wir arbeiten,“ gestand HG OKT-Trainer Sönke Marxen ein, dass seine Mannschaft beim Bundesliga-Nachwuchs chancenlos war. „Die Mannschaft ist einfach top spielerisch und athletisch ausgebildet und schon dort, wo wir gerne hin wollen“, geriet Marxen ins Schwärmen – und seine Mannschaft schon frühzeitig weit ins Hintertreffen (3:10, 15.). „Wir haben in der Deckung einfach kein Mittel gefunden, um die Angriffe der Buxtehuderinnen zu stoppen.“ Auf der anderen Seite taten sich seine Spielerinnen gegen die kompakte BSV-Abwehr schwer. Bis zum 27:17 (50.) hielten die Gastgeberinnen die HG auf Distanz. Erst in der Schlussphase ließ der BSV etwas die Zügel schleifen, so dass die OKT-Mädchen noch Ergebniskosmetik betreiben konnten.


HG OKT: Schweinem – Romeyke (2), Tiedemann, Voß (1), Fröhlich (1), Stechow (3), Otte (2), Falge, Kuchel, Wolff (2), Grigat (2), Ley (2), Pawaletz (5), Bremer (2).

Männliche Jugend B
HSG Eider Harde – SG Flensburg-Handewitt 20:32 (8:13)

HSG-Trainer Eike Möller war ohne große Erwartungen in die Partie gegangen. „Flensburg hatte eine Woche zuvor gegen Kronshagen mit 45:15 gewonnen, und wir sind etwa auf einem Niveau mit Kronshagen.“ Umso mehr war Möller überrascht, dass sich seine durch viele Ausfälle geschwächte Mannschaft gegen den Bundesliga-Nachwuchs mehr als achtbar aus der Affäre gezogen hat. „Die SG hat eine tolle Mannschaft. Die spielen einen so schnellen Ball, den sehe ich sogar bei einigen Männerteams in der SH-Liga nicht. Und im Abschluss sind die gnadenlos.“ Nach dem frühen 4:11 (13.) deutete schon vieles auf ein Debakel hin, doch die Gastgeber legten den Respekt ab und boten den Flensburgern fortan tapfer Paroli. Möller: „Das haben die Jungs wirklich gut gemacht.“ Beim 8:12 (25.) war man sogar auf vier Tore heran. „Aber eine echte Chance hatten wir natürlich nie“, gab der HSG-Coach zu. Das wurde auch in der zweiten Halbzeit deutlich, als die SG den Vorsprung kontinuierlich ausbaute (19:10, 30:17). „Wir müssen unsere Punkte eben gegen andere Teams holen“, sagte Möller, der aus der geschlossenen Mannschaftsleistung der HSG Torhüter John Corbus und den neunfachen Torschützen Jorge Gauda heraushob. „Beide haben ein richtig gutes Spiele gemacht.“

HSG Eider Harde: Corbus, Schönwetter – Gauda (9), Krassowski (1), Baumert, Moll (1), Martens (5), Reese, Ahrendt, Masermann (3), Klein, Brick (1), Goldmann.

Weibliche Jugend B
HG OKT – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD 16:25 (8:12)

Die HSG, die nach dem Rücktritt von Trainer Hermann Dybowski von Thorsten Hornig und Kesrin Kruse betreut wurde, bestimmte die Partie von Beginn an und ließ nicht eine Führung der Gastgeberinnen zu. Nach dem 6:3 (14.) wurde es beim 7:6 (19.) noch einmal kurzzeitig eng, doch Hornig stellte in einer Auszeit sein Team noch einmal neu ein. „Die Abwehr stand anschließend deutlich besser“, analysierte der HSG-Coach, dessen Team sich bis zur Pause (12:8) wieder deutlicher absetzen konnte. Nach dem Wiederanpfiff wuchs der Vorsprung der Gäste kontinuierlich an. „Wir hatten vor allem in der Abwehr so unsere Probleme. Es fehlte oftmals die Unterstützung der Nebenfrau“, konstatierte HG-Trainerin Ulla Machau. Auch eine kurze Deckung gegen die überragende Lisa Olf (zehn Tore) brachte keine Besserung. „Meine Spielerinnen sind alle sehr engagiert dabei. Doch es fehlt so die letzte Feinabstimmung“, sagte Machau

HG OKT: Ketelhut, Frahm – Köhnholdt (2), Jahn, Christophzik, Otte (2/1), Kuchel (1), Rohwer, Böhrnsen, Ley (4), Bremer (3), Christiansen (1), Bernhardt (2), Lange (1).
HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Schmidt, Krämer – Rohwer, Hartstock, Carstensen (1), Heidemann, Holst (1), Ganske (4), Olf (10/4), Bronevski, Peters (3), Heider (6).

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