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Landeszeitung

11. Dezember 2016 | 12:51 Uhr

Handball-SH-Liga der Männer : Der nächste dicke Brocken für die HSG Eider Harde

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer empfängt die HSG Eider Harde den TSV Kronshagen zum Spitzenspiel. Der TSV Alt Duvenstedt möchte mit einem Sieg beim ATSV Stockelsdorf die „Rote Laterne“ abgegen. Der Büdelsdorfer TSV ist bei Horst/Kiebitzreihe zu Gast.

Mit dem Sieg über den TSV Mildstedt feierte Aufsteiger Büdelsdorfer TSV vor einer Woche seinen ersten Saisonsieg. Heute Abend (20.30 Uhr) will das Team von Spielertrainer Patrick Möller bei Mitaufsteiger HSG Horst/Kiebitzreihe nachlegen. Zwei leidgeprüfte Mannschaften der vergangenen Saison treffen am Sonnabend (19.15) in der Hohner Werner-Kuhrt-Halle aufeinander. Die HSG Eider Harde empfängt den TSV Kronshagen zum Spitzenspiel. Der TSV Alt Duvenstedt möchte nach drei Niederlagen in den ersten drei Spielen so schnell wie möglich wieder die „Rote Laterne“ abgeben. Dafür ist ein Sieg am Sonntag (17.30 Uhr) beim ATSV Stockelsdorf nötig.

HSG Horst/Kiebitzreihe – Büdelsdorfer TSV (Heute, 20.30 Uhr)
Es ist das eine, was man sagt und das andere, was man denkt. Sagen könnten die Büdelsdorfer, dass sie sich freuen, heute Abend mit der HSG Horst/Kiebitzreihe den Landesliga-Rivalen der vergangenen Saison in der SH-Liga wiederzutreffen. Denken werden sie: „Auf Gastgeschenke in Form von Punkten könnt ihr lange warten.“ Und das mit Blick auf die abgelaufene Saison nicht ohne Grund. Obwohl die HSG vor dem BTSV Meister der Landesliga Mitte wurde, fiel der direkte Vergleich sehr zugunsten der Büdelsdorfer aus. 35:25 im Hinspiel und ein 26:26 im Rückspiel sprechen eine deutliche Sprache. Kein Wunder, dass die Horster heute von einer offenen Rechnung sprechen. „Wir können aber nicht davon ausgehen, dass es wieder so gut läuft wie im letzten Jahr“, warnt BTSV-Trainer Patrick Möller. Beide Teams, vor allem aber die Gastgeber, haben sich verstärkt und verändert, beide haben bereits die ersten Punkte in der Liga gesammelt. Die Karten sind also neu gemischt, doch Büdelsdorfs Sieg gegen Mildstedt hat den „Blauen“ großen Aufwind gegeben. „Endlich klappte das, was wir immer trainieren. Wir müssen unsere Chancen spielerisch kreieren und das haben wir in den letzten 25 Minuten geschafft. Hinten klappte es auch nach zwei schwachen Spielen richtig gut“, so Möller. Dasselbe erhofft er sich natürlich auch gegen die HSG Horst/Kiebitzreihe, die er nicht als Abstiegskandidaten einordnet. „Die werden irgendwo im Mittelfeld landen, wenn sich nicht noch mehr verletzten“, so Möller. Solche Sorgen gibt es im Büdelsdorfer Lager nicht. Alle sind fit, um gegen die alten Bekannten erneut für Furore zu sorgen.
HSG Eider Harde – TSV Kronshagen (Sbd., 19.15 Uhr)

Am vorletzten Spieltag der Saison 2015/16 hätte die HSG Eider Harde mit einem Sieg in Kronshagen die Rückkehr in die Oberliga perfekt machen können. Noch in der 50. Minute lag die HSG mit drei Toren vorne. Doch am Ende feierte nur der TSV, der es nun eine Woche später selbst in der Hand hatte, mit einem Sieg in Bredstedt den Sack zuzuschnüren und den Gang in die Oberliga anzutreten. Doch auch Kronshagen patzte überraschend, Eider musste sich gleichzeitig zu Hause dem Lokalrivalen aus Schülp geschlagen geben, der letztlich als lachender Dritter das Aufstiegsrennen machte. Für beide Teams sind das schmerzhafte Erfahrungen gewesen, an die sie sich wohl ungern zurückerinnern möchten. HSG-Trainer Matthias Hinrichsen war damals nicht dabei. In der Vorbereitung auf die Partie hat er sich noch einmal das Spiel der HSG in Kronshagen auf Video angeschaut. Sein Urteil: „Im Prinzip sind die Kronshagener zusammengeblieben und haben sich punktuell sogar noch verstärkt.“ Für ihn zählt der TSV, der bisher zwei Siege aus zwei Spielen einfahren konnte, zum erweiterten Favoritenkreis in der SH-Liga, genauso wie übrigens der TuS Lübeck und möglicherweise auch die HSG Mönkeberg-Schönkirchen. Der Spielplan will es so, dass Eider die vermeintlich dicksten Brocken gleich an den ersten vier Spieltagen vor die Nase gesetzt bekommt. Druck verspürt Hinrichsen trotzdem nicht: „Wir gehen die Aufgabe am Sonnabend sehr fokussiert und konzentriert an.“ Alle Mann sind an Bord, Verletzungen gibt es keine zu beklagen. Hinrichsen sieht der Begegnung zuversichtlich entgegen: „Wir haben großen Respekt vor dem Gegner. Aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Jungs nach der Niederlage in Mönkeberg eine Reaktion zeigen werden.“

ATSV Stockelsdorf – TSV Alt Duvenstedt (So., 17.30 Uhr)

Der ATSV Stockelsdorf hat das, was sich die Alt Duvenstedter vor der Saison gewünscht, aber nicht bekommen haben: viele neue junge Spieler. Diejenigen, die sich nach ihren Jugendjahren beim VfL Bad Schwartau weder der HSG Ostsee noch den VfL-Herrenmannschaften angeschlossen haben, fanden den Weg nach „Stodo“. Und weil sich die handballerischen Fertigkeiten dieses Teams herumgesprochen haben, wird es von einigen dem erweiterten Favoritenkreis zugeordnet. Das hat die Mannschaft mit 3:3 Punkten bisher aber noch nicht bewiesen. Ein knapper 19:18-Sieg gegen Mönkeberg und ein Remis gegen Weddingstedt waren noch keine Ausrufezeichen, aber ergaben immerhin drei Punkte. „Sie werden sich noch deutlich verbessern, aber hoffentlich nicht gerade gegen uns“, sagt TSV-Trainer Thomas Carstensen mit Blick auf die Partie, die am ungeliebten Sonntagabend stattfindet. Schon früh in der Saison und ohne es zu wollen treten die Alt Duvenstedter als Underdog an. Auswärtsspiel, 0:6 Punkte, Tabellenletzter – der TSV steht unter Zugzwang. Carstensen relativiert allerdings: „Hätten wir schon Punkte, so gäbe es gar keinen Grund, unbedingt punkten zu müssen. Doch so langsam kommen wir unter Druck. Wir müssen bereit sein, etwas mitzunehmen, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Wirklichen Zugzwang verspüren wir aber noch nicht, denn die Saison ist noch lang.“ Der Alt Duvenstedter Coach muss weiterhin auf Sven Karsten verzichten. Zwar im Einsatz, aber nur mit Achillessehnenschmerzen ist Christian Eichstädt. „Das macht es nicht einfacher“, erklärt Carstensen. Doch es gibt auch einen Lichtblick, denn Matti Voß ist wieder ins Teamtraining eingestiegen. Nach einer umfangreichen OP des Oberschenkels wird es zwar noch dauern, bis er wieder spielen kann, doch dass er überhaupt wieder dabei ist, freut Trainer und Team gleichermaßen.

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