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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 11:18 Uhr

Mit Fluchthaube gerettet : Dachstuhlbrand in letzter Minute verhindert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Feuer in Friedrich-Voss-Straße: Acht Bewohner mussten das Haus verlassen.

Die Rendsburger Feuerwehr hat in der Nacht zu gestern einen Großbrand in der Friedrich-Voss-Straße in letzter Minute verhindert. Das Haus mit der Nummer 2 sei noch einmal „mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte der stellvertretende Wehrführer Jens Schnittka zur Landeszeitung. Das Feuer war gegen 0.30 Uhr in einer Wohnung der zweiten Etage des Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Der Mieter war nicht zu Hause, ein anderer musste über die Drehleiter gerettet werden. Der 44-jährige Mann wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung in die Imland-Klinik gebracht.

Als Wehrführer Gerrit Hilburger als Einsatzleiter mit 40 weiteren Kameraden am Einsatzort eintraf, schlugen bereits Flammen aus den Fenstern der Wohnung im linken Gebäudeteil. „Es bestand die massive Gefahr eines Feuerüberschlags auf das Dach“, sagte Jens Schnittka, der als Abschnittsleiter vor Ort war. Sieben Bewohner hatten sich bereits ins Freie gerettet, einer hatte es jedoch nur noch an ein Dachfenster im rechten Teil des Hauses geschafft. Denn das Feuer hatte laut Schnittka bereits eine derartig große Energie entwickelt, dass die Eingangstür der betroffenen Wohnung weggebrannt war. Deshalb schlugen die Flammen ins Treppenhaus, das sich schnell mit Rauch füllte – somit war dem 44-Jährigen der Fluchtweg versperrt. „Der Rauch ist sehr gefährlich, im schlimmsten Fall tritt nach zwei bis drei Atemzügen Bewusstlosigkeit ein“, so Schnittka. Deshalb schickte Wehrführer Hilburger parallel zum Löschangriff zwei Atemschutzgeräteträger zur Dachgeschosswohnung. Sie stülpten dem Mann eine Fluchthaube über, um ihn vor dem Rauch zu schützen, der bereits in seine Wohnung vorgedrungen war. Über die Drehleiter wurde er gerettet. Unten warteten bereits zwei Rettungswagen und zwei Notärzte.

Die Feuerwehr löschte sowohl von innen als auch von außen. Die Brandwohnung wurde jedoch völlig zerstört. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Auch zur Ursache des Brandes konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und die Brandstelle beschlagnahmt. Das Ordnungsamt kümmerte sich noch in der Nacht darum, die Bewohner unterzubringen. Einige kehrten jedoch laut Jens Schnittka in ihre Wohnungen zurück. Wegen des Löschwassers in dem Haus stellten die Stadtwerke den Strom in dem Gebäude komplett ab. Das Feuer war um zwei Uhr gelöscht.

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erstellt am 25.Aug.2016 | 12:15 Uhr

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