zur Navigation springen

Landeszeitung

10. Dezember 2016 | 15:47 Uhr

Reiten : Czwalinas letzter Trumpf sticht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Inga Czwalina hat das S*-Springen mit Stechen auf dem „Batz“ gewonnen. Mit „Cuba Libre“ legte die 39-Jährige als letzte Starterin die schnellste fehlerfreie Runde hin. Platz 2 und 3 ging an Pheline Ahlmann vom gastgebenden RuFV Hanerau-Hademarschen.

Ärger? Wut? Enttäuschung? Nein. Bei Pheline Ahlmann überwogen die Freude und der Stolz – auch wenn die 16-Jährige vom RuFV Hanerau-Hademarschen beim S*-Springen mit Stechen auf dem „Batz“ in Thaden den sicher geglaubten Sieg doch noch aus den Händen geben musste. Erst hatte Ahlmann mit „Queen Windsor“ in 36,56 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt hingelegt, anschließend die Zeit mit ihrem zweiten Pferd noch einmal verbessert. 36,19 Sekunden standen auf der Uhr, als die Schülerin aus Reher auf „Quintess“ als vorletzte Starterin die Ziellinie passierte und jubelnd den rechten Arm die Höhe reckte. Das sollte doch zum Sieg reichen. Reichte es aber nicht, weil Inga Czwalina mit „Cuba Libre“ ihre letzte Trumpfkarte ausspielte – und die stach.

Ausgerechnet Czwalina. Als Erste der 20 Starter im Stechen hatte die 39-Jährige vom Fehmarnscher Ringreiterverein auf „Silver Surfer“ mit null Fehlerpunkten und 36,82 Sekunden eine Marke gesetzt, an der sich die Konkurrenz lange Zeit die Zähne ausbiss. Erst Ahlmann unterbot die Zeit, zunächt mit „Queen Windsor“, dann mit „Quintess“, mit dem sie tags zuvor im S*-Springen hinter Philip Loven (RV Concordia an der Miele) und „Scaramanga“ bereits den zweiten Platz belegt hatte. Und auch im S*-Springen mit Stechen sollte es nicht zum ganz großen Triumph reichen. Czwalina nahm mit dem neunjährigen Holsteiner Schimmel „Cuba Libre“ zwischen den sieben Hindernissen noch kürzere Wege und war im Ziel 0,6 Sekunden schneller als ihre härteste Konkurrentin. „Ich habe leider einen kleinen Fehler gemacht, der mich die entscheidende Zeit gekostet hat“, sagte Ahlmann, die aber nicht mit dem Schicksal haderte. „Platz zwei und drei ist doch klasse. Ich freue mich riesig. Hier sind so viele gute Reiter am Start. Dass ich hier so gut mithalten konnte, hätte ich nicht gedacht. Vor allem Inga gezeigt, was sie kann.“

Während Ahlmann erst am Beginn ihrer Karriere steht, hat die Profi-Reiterin aus Fehmarn schon viele bedeutende Titel gewonnen. Dennoch bedeutete ihr der Sieg auf dem „Batz“ viel. „Das ist zwar ein ländliches Turnier, aber ich komme immer wieder gerne hierher, weil die Bedingungen perfekt und die Leute so freundlich sind.“ 17 Mal innerhalb von drei Tagen stieg die 39-Jährige beim Turnier des Reit- und Fahrvereins Hanerau-Hademarschen in den Sattel. Zwei zweite Plätze – jeweils mit „Bella Mia“ und „Cuba Libre“ in Springprüfungen der Klasse M** – standen bis zum späten Sonntagabend als beste Ergebnisse zu Buche. „Schön, dass es mit dem Sieg doch noch geklappt hat“, meinte Czwalina, die vor dem letzten Ritt des Turniers „ein gutes Gefühl“ gehabt hatte. „Cuba war lange verletzt, kommt aber langsam wieder in Form. Silver Surfer war auch gut, aber Cuba noch einen Tick besser. Es war natürlich auch von Vorteil, dass ich mit dem zweiten Pferd wusste, welche Linie ich reiten muss. Da habe ich dann noch einmal alles auf eine Karte gesetzt und bin volles Risiko gegangen. Schön, dass sich das ausgezahlt hat. Aber bei so engen Zeitabständen ist auch immer etwas Glück im Spiel.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 12.Jul.2016 | 06:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen