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Landeszeitung

27. September 2016 | 08:59 Uhr

Juniorwahl : CDU, SPD und Piraten vorn

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wahltest in Hohenwestedt: 467 Mädchen und Jungen der Schule Hohe Geest übten und erlebten Demokratie. Bei Schülern siegte die CDU, während SPD und Piraten fast gleich stark waren.

467 Mädchen und Jungen der „Schule Hohe Geest“ (SHG) in Hohenwestedt haben bereits am Freitag gewählt, und zwar im Rahmen des bundesweiten Schulprojekts „Juniorwahl“. Das Ergebnis wurde zwei Tage geheim gehalten und erst gestern Abend um 18 Uhr im Internet auf www.juniorwahl.de bekannt gegeben. Stärkste Partei bei der Schülerwahl in Hohenwestedt wurde die CDU mit 35,5% vor der SPD (17,1%) und den PIRATEN (16,2%). Hoch in der Gunst der Jugendlichen stand auch die Tierschutzpartei, die es auf 4,6 % brachte.

„Ziel des Projekts ist es, die Schüler dazu zu motivieren, später auch gern zur richtigen Wahl zu gehen“, stellte Wirtschaft- und Politik-Lehrerin Frederike Kilian fest, als am Freitagvormittag eine Klasse nach der anderen in den zum „Wahlraum SHG“ umfunktionierten Saal des Hohenwestedter Sport- und Jugendheims zur Stimmabgabe anrückte. 19 SHG-Klassen mit insgesamt 467 Schüler waren aufgerufen, an dem vom Projekt „Juniorwahl“ propagierten „Üben und Erleben von Demokratie“ teilzunehmen: die Klasse 8q sowie die 9. Klassen der Hauptschule, die 9. und 10. Klassen der Realschule sowie die 8., 9. und 10. Klassen des Gymnasiums.

„Juniorwahlen“ finden parallel zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen statt. Dafür, dass die simulierte Wahl möglichst wirklichkeitsgetreu ablief, sorgte das achtköpfige Wahlhelferteam aus der Regionalschulklasse 10v, das Wählerverzeichnisse angelegt und Wahlbenachrichtigungen verschickt hatte. Am Wahltag mussten die Schüler ihre Wahlberechtigung nebst Personalausweis vorzeigen, ehe sie von den Wahlhelferinnen einen Stimmzettel bekamen und in eine der vier Wahlkabinen geschickt wurden. „Hier läuft alles 1:1 wie bei der richtigen Bundestagswahl ab“, betonte Frederike Kilian, „auch die Stimmzettel sind genau die gleichen wie bei der Wahl der Erwachsenen.“

Anderthalb Monate lang waren die Schüler von ihren Lehrern mit Unterrichtseinheiten zum Thema „Das politische System der BRD“ auf die Juniorwahl vorbereitet worden. „Wir Fachlehrer waren uns einig, dass die Schüler auch mal praktisch erleben sollten: Wie läuft Demokratie ab? Wie ist es, wenn man mitreden darf?“ Die Jugendlichen sollten die Erfahrung machen, dass Wählen „keine große Hürde“ sei, erklärte Frederike Kilian und gab eine Prognose ab: „Ich vermute, dass die großen Volksparteien wie bei den Erwachsenen auch das Rennen machen werden.“

Am Freitag um 12.10 Uhr waren die Stimmen ausgezählt, bekannt gegeben wurde das Ergebnis aber erst gestern um 18 Uhr auf www.juniorwahl.de sowie über Facebook und Twitter. Von den Direktkandidaten des Wahlkreises 4 Rendsburg-Eckernförde gefiel den SHG-Schülern Johann Wadephul von der CDU am besten. Bei den Zweitstimmen gab es folgendes Resultat: CDU 35,5%, SPD 17,1%, PIRATEN 16,2%, GRÜNE 9,7%, FDP 5,5%, DIE LINKE 4,1% und sonstige Parteien 11,9% (inklusive 4,6 % für die Tierschutzpartei).

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erstellt am 23.Sep.2013 | 11:28 Uhr

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