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Landeszeitung

05. Dezember 2016 | 13:44 Uhr

Radsport : Brutal harter Wind fordert den Radfahrern alles ab

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei der siebten Auflage „Giro Nortorf“ kämpfen insgesamt 900 Starter mit widrigen Witterungsbedingungen.

Wenn an einem Sonntag im März die Stadt Nortorf im Mittelpunkt der Radio-Verkehrsmeldungen Schleswig-Holsteins steht, weiß man: Es ist wieder Giro-Zeit. Für die „Normal-Bürger“ waren zahlreiche Straßen gesperrt, die Radsportler beherrschten das Nortorfer Stadtbild. Die Rad + Sport + Gemeinschaft (RSG) Mittelpunkt hatte zur mittlerweile siebten Auflage des „Giro Nortorf“ geladen. 900 Radsportbegeisterte aus dem In- und Ausland hatten sich erneut zu dem Event angemeldet, das in der Szene als ein so genannter Frühjahrsklassiker bekannt ist.

Auch wenn insgesamt elf Rennen in den verschiedenen Klassen auf dem Programm standen, galt das Hauptaugenmerk an diesem Tag wieder einmal dem Hauptrennen der Elite KT/A/B, zu dem 150 Fahrer an den Start gingen. Zwölf Mal galt es, die 9,6 Kilometer lange Runde zu fahren und trotz des teilweise starken Gegenwindes erreichten die Fahrer dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 45 Stundenkilometern. Nach einem starken Schlussspurt war es schließlich der Holländer Jeff Vermeulen vom Cyclingteam Jo Piels, der nach 2:35 Stunden als Erster die Ziellinie überfuhr und das Rennen knapp vor seinen Konkurrenten Willi Willwohl vom deutschen LKT-Team Brandenburg und seinem Teamkollegen Twan Brusselmann gewann. „Wir haben ein starkes Team mit vielen Gewinnerfahrern“, sagte Vermeulen, der über die gesamte Zeit in der Führungsgruppe mitfuhr. Mit seinem Teamkameraden konnte er sich bis zu Beginn der letzten Runde sogar ganz absetzen. „Wir sind so schnell wie möglich gefahren und haben uns mit der Führungsarbeit abgewechselt, dadurch fuhr jeder zwischendurch im Windschatten des anderen“, erklärte er die Taktik seiner Mannschaft. „Das war ein richtig spannendes Rennen“, brachte es ebenfalls Wohlwill auf den Punkt. „Wir haben gepokert und bis zum Schluss gewartet, bis ich mit dem Sprint dann noch einen draufsetzen konnte.“

Nach 2:18 Stunden und gefahrenen 100 Kilometern durch Regen und Wind erreichten auch die Fahrer des Elite B/C-Rennens die Zielgerade und sorgten dabei im Sprint für eine ebenso knappe Entscheidung. Als Mann mit den schnellsten Beinen erwies sich schließlich Robert Jägeler vom P&S Team aus Thüringen, gefolgt von seinem Teamkollegen Hubert Kozlowski. Dritter wurde Gregor Hoops vom Bike Market Team. „Der Wind war dieses Mal zeitweise wirklich brutal hart“, kommentierte Hoops das Wetter. „Das kenne er auch besser aus Nortorf.“ Er hat bisher an fast jedem „Giro“ teilgenommen. Nur einmal wurde er durch eine schwerer Verletzung im wahrsten Sinne des Wortes ausgebremst: „Da hatte ich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen.“

Lobende Worte fand nicht nur Hoops abschließend für die Organisatoren um Bernd Schmidt, die einmal mehr alles getan hatten, um für perfekte Rahmenbedingungen zu sorgen: „Wenn Bernd und sein Team etwas anpacken, dann weiß ich, dass es auch funktioniert“, sagte er stellvertretend für das Fahrerfeld.

>Alle Ergebnisse unter: www.rsg-mittelpunkt.de

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