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Landeszeitung

10. Dezember 2016 | 08:09 Uhr

Engpass auf Weg zur Kanalfähre : Brücke über totes Gleis als Nadelöhr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein kaum bekanntes Bauwerk im Verlauf der Kieler Straße wird sechs Wochen saniert. Dadurch ist auf dem wichtigen Nobisfähren-Zubringer nur eine Spur frei.

Kaum jemand kennt die Brücke – und doch werden sich bald viele über sie ärgern: Über das Bauwerk aus Beton verläuft die Kieler Straße, der wichtigste Zubringer zu den Kanalfähren Nobiskrug. Vom 25. Juli bis zum 3. September wird die Querung auf Höhe der Streusalz-Silos des Umwelt- und Technikhofs (UTH) halbseitig gesperrt. Grund sind Instandsetzungsarbeiten. Sechs Wochen lang regelt eine Ampel den Verkehr. Die Autos werden wechselseitig an dem Engpass vorbeigeführt.

Eigentümer der Brücke ist der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr. Man bemühe sich um eine zügige Beendigung der Bauarbeiten, heißt es von dort. Dennoch ist mit Einschränkungen zu rechnen. Zeitweise kann es zu zehnminütigen Rotphasen kommen. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen mit Behinderungen rechnen, man wolle aber den Geh- und Radweg auf beiden Seiten aufrecht erhalten, so der LBV.

Unter der Brücke befindet sich ein totes Industriegleis. Es gehört der Stadt. Ungehemmt wuchert das Gestrüpp zwischen verrosteten Schienen. Kaum ein Mensch verirrt sich in diese verlassene Ecke des Nobiskrüger Gehölzes. Der LBV hatte einen Rückbau der Brücke vorgeschlagen. Ersatzlos. Das lehnte Rendsburg ab. Der Bauausschuss beschloss, den Durchlass für einen künftigen Geh- und Radweg zu erhalten, sofern der Stadt keine Kosten entstehen. Die rund 155  000 Euro teure Brückensanierung bezahlt die Straßenbaubehörde aus eigener Tasche. Allerdings lässt der LBV das stillgelegte Industriegleis so, wie es ist. „Wir ertüchtigen die Brücke. Mit dem darunter liegenden Verkehrsweg haben wir nichts zu tun“, sagt Matthias Paraknewitz, Leiter des LBV in Rendsburg. Im Investitionsprogramm für das Haushaltsjahr 2018 ist geplant, die Gleisanlage zwischen der Aalborgstraße und dem Gewerbegebiet Kieler Straße abzubauen und auf dieser Trasse einen Geh- und Radweg zu errichten.

Wer die Engstelle umgehen will, kann zwar über die Schleife ausweichen – doch auch dort kann es zu unerwünschten Wartezeiten kommen. Die Augustenburger Straße und Aalborgstraße sind im Bereich des Damms ebenfalls nur noch einspurig befahrbar. Hier gibt es jedoch keine Ampeln.

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erstellt am 10.Jul.2016 | 18:57 Uhr

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