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Landeszeitung

26. Juni 2016 | 19:20 Uhr

Erfolgreiche MIssion : Berlin bekennt sich zur Schwebefähre

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

12 500 Unterschriften für Erhalt im Bundesverkehrsministerium übergeben. Staatssekretär: „Sind verpflichtet, das Denkmal in Ehren zu halten“.

„Die Schwebefähre muss wieder laufen.“ Dies erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, gestern in Berlin. Zuvor hatte ihm eine Delegation aus Rendsburg die Listen mit über 12  500 Unterschriften von Bürgern überreicht, die die Landeszeitungs-Aktion „Rettet die Schwebefähre!“ unterstützten. Ziel des Ministeriums: Noch in diesem Jahr soll die Schwebefähre wieder in Betrieb gehen.

Eine Stunde nahm sich Ferlemann Zeit, um sich mit den Gästen aus der Region Rendsburg über die Schwebefähre auszutauschen. Er zeigte sich beeindruckt von der Resonanz auf die Unterschriftenaktion. Gegenüber den Bürgermeistern von Rendsburg und Osterrönfeld, Pierre Gilgenast und Bernd Sienknecht, Rendsburgs Chef-Touristikerin Monika Heise, dem Kreis-Kulturbeauftragten Reinhard Frank und LZ-Redaktionsleiter Dirk Jennert sagte Ferlemann: „Wir sind verpflichtet, dieses technische Denkmal in Ehren zu halten.“ Regierungsdirektor Stefan Hauser, im Bundesverkehrsministerium verantwortlich für das Wasserstraßenmanagement Binnen und Küste, bekräftigte den Zeitplan, die Fähre im März abzuhängen und auf dem Rendsburger Betriebshof des Wasser- und Schifffahrtsamtes einer „sehr sorgfältigen Schadensaufnahme“ zu unterziehen. Im April werde man wissen, was konkret bei der Havarie am 8. Januar beschädigt wurde. Anschließend soll zügig die Reparatur veranlasst und in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Bürgermeister Gilgenast hob die Bedeutung des Nord-Ostsee-Kanals für die Wirtschaft in der Region hervor. „Aber wenn die Querungen nicht funktionieren, ist das sehr schwierig für uns“, sagte er. Durch die Kanaltunnelbaustelle würden Rendsburg und seine Nachbarn seit Jahren stark belastet. Die Havarie der Schwebefähre sei ein schwerer Schlag für die Menschen. Reinhard Frank ergänzte: „Rendsburg und Osterrönfeld sind plötzlich ganz weit weg.“ Bundestagsabgeordneter Johann Wadephul (CDU), der gemeinsam mit seinem Kollegen Sönke Rix (SPD) an dem Treffen teilnahm, schilderte, dass die Menschen in der Mitte Schleswig-Holsteins mit erheblichen Infrastrukturproblemen zurechtkommen müssten: Erst habe sich die Eisenbahnhochbrücke als Problem erwiesen, „dann der Kanaltunnel, anschließend die Rader Hochbrücke und jetzt die Schwebefähre“.

Monika Heise übergab Ferlemann als Erinnerung an das gestrige Treffen eine Original-Niete von der Hochbrücke. Von Pierre Gilgenast erhielt der Staatssekretär einen Glasquader mit eingravierter Hochbrücke plus Schwebefähre. Zudem überreichte der Bürgermeister ein Schreiben der Aktivregion Eider- und Kanalregion Rendsburg (steht für 73  000 Einwohner) mit der Bitte, die Schwebefähre wieder in Betrieb zu nehmen.

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