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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 11:20 Uhr

Jevenstedt : Beim Lichterfest die ersten Anschlüsse frei geschaltet

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schnelles Internet für 600 Kunden bis Jahresende. Am zweiten Bauabschnitt wird schon gearbeitet.

Schnelles Internet auch für den ländlichen Bereich – das ist das Ziel des Zweckverbands für die Breitbandversorgung im mittleren Schleswig-Holstein (ZBmSH). Die Planungen begannen bereits 2010. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich wurde vor einem Jahr das Startsignal für den Bau des Glasfasernetzes in den Gemeinden Jevenstedt, Hörsten, Luhnstedt, Nübbel und Schülp bei Rendsburg gegeben. Am Mittwoch wurden die ersten Anschlüsse in Jevenstedt im Rahmen eines „Lichterfestes“ frei geschaltet.

„Wir gestalten mit der Breitbandversorgung die Zukunft unserer Kinder und Enkel“, machte der Verbandsvorsteher Hans Hinrich Neve gestern vor zahlreichen Gästen am Technikstandort in der Straße Tinnstücken in Jevenstedt deutlich. „Ohne schnelles Internet sterben unsere Dörfer aus.“

In Vertretung des erkrankten Wirtschaftsministers Reinhard Meyer sagte Staatssekretär Dr. Frank Nägele: „Dass sich Landesregierung und Kommunen gemeinsam um flächendeckendes Breitband bemühen, ist der richtige Weg. Wir erreichen die Ziele schneller als erwartet.“ Nägele hob die Bedeutung der „Breitband-Botschafter“ hervor, die in den Dörfern Werbung für das zukunftsweisende Angebot machen.

Er hoffe, nächste Woche den 5000. Kunden für einen schnellen Anschluss zu haben, betonte Michael Gotowy, Geschäftsführer der GVG Glasfaser GmbH. Das Unternehmen ist nach einer europaweiten Ausschreibung seit Juni 2013 Vertragspartner für die Planung und den Bau des Glasfasernetzes. Zusätzlich bietet die GVG die Breitbandprodukte Telefonie, Internet und Fernsehen an und vermarktet diese Dienstangebote mit der Marke „nordischnet“.
Für den Bau des Glasfasernetzes sind die RWE International und die RWE FiberNet GmbH Partner. „Wir freuen uns, hier in Schleswig-Holstein unser Know-how einzubringen und eines der größten kommunalen Ausbauprojekte für schnelles Internet umsetzen zu können“, bestätigte Hildegard Müller vom Vorstand der RWE International.

Zusammen mit Nägele, Neve und Gotowy gab Müller das Startsignal für die Freischaltung der ersten Anschlüsse. Das Licht im Technikgebäude wechselte dadurch von Rot auf Grün.

Eine achtwöchige Testphase mit Kunden aus Jevenstedt war zuvor erfolgreich abgeschlossen worden. Jetzt werden die Kunden, deren Hausanschluss bereits fertig gestellt wurden und deren Vertrag beim Voranbieter ausgelaufen ist, aktiv auf das Glasfasernetz geschaltet. Bis zum Jahresende rechnet die GVG mit dem Anschluss von etwa 600 der rund 1300 Kunden im 1. Bauabschnitt.

In den Gemeinden des 2. Bauabschnitts (Bargstall, Sophienhamm, Königshügel, Friedrichsholm, Elsdorf-Westermühlen, Christiansholm, Hohn, Friedrichsgraben und Lohe-Föhrden) ist gerade mit dem Bau begonnen worden. Für den 3. Bauabschnitt, zu dem auch Westerrönfeld und Osterrönfeld gehören, wurde nach Angaben von Neve die Baufreigabe erteilt. Hier erfolge zurzeit die Netzplanung. In Alt Duvenstedt, Brinjahe, Embühren, Haale, Hamweddel, Rickert, Schacht-Audorf und Stafstedt hat die Vermarktung für den 4. Bauabschnitt begonnen.

„Es ist toll, dass es jetzt endlich losgeht“, sagte der Jevenstedter Bürgermeister Dieter Backhaus. Der Start sei auch ein gutes Zeichen für die Vermarktung in den anderen Gemeinden. Die GVG kalkuliert mit einer Beteiligung von 60 Prozent der Haushalte. Um diese Hürde in Schülp bei Rendsburg zu überschreiten, hat sich Otto Schneider als Breitband-Botschafter eingebracht. „Schnelles Internet für mein Dorf war immer mein großes Ziel“, sagte der ehemalige Bürgermeister.

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