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Landeszeitung

07. Dezember 2016 | 23:22 Uhr

Auszubildende werben um künftige Kollegen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

23 Unternehmen aus der Region präsentierten sich in Nortorf

Für viele Schulabgänger gestaltet sich der Einstieg in das Berufsleben nicht gerade einfach. „Welche Berufe gibt es eigentlich?“, „Wo liegen meine Interessen?“ und „Was für Betriebe sind überhaupt in meiner Nähe?“ sind nur einige der Fragen, die dabei auftauchen. Die Antworten darauf konnten die Schülerinnen und Schüler der Nortorfer Gemeinschaftsschule gestern auf der Ausbildungsmesse des Nortorfer Vereins für Handel, Handwerk und Industrie (VHHI) bekommen. Präsentierten sich doch dieses Mal wieder 23 Unternehmen aus der Region in der gut 800 Quadratmeter großen Ausstellungshalle des Autohauses Ihle.

Ob Metallbauer oder Friseur, Steuerberater oder Bankkaufmann, selbst die Polizei und die Bundeswehr waren auf der Messe vertreten. Dabei konnten die rund 260 Schülerinnen und Schüler der oberen Jahrgänge an diesem Vormittag nicht nur mit den Fachkräften Gespräche über Details der Ausbildungsberufe, die mitzubringenden Fähigkeiten und Interessen führen. An vielen Ständen waren auch Auszubildende vertreten, die bereitwillig ihre ersten Erfahrungen in den erwählten Berufen mitteilten. „Dadurch fallen bei den meisten Besuchern nicht nur die typischen Berührungsängste weg, sie genießen es sichtlich, die Information von jemandem zu bekommen, der nur etwas älter ist“, erklärte Ivonne Gerdt, die pädagogische Koordinatorin von der Gemeinschaftsschule. Gemeinsam mit Kerstin Labusch und Michael Ihle vom VHHI gehört sie zu den Hauptorganisatoren der Ausbildungsmesse.

Unter den Schülern waren ebenfalls Ali Akyüz und Nick Burmeister aus der achten Klasse. Für sie hatte der Besuch der Messe sogar einen besonderen Hintergrund: Sie besuchen die erste Flex-Klasse der Nortorfer Gemeinschaftsschule, in der ein Teil der Haupt- und Förderschüler gemeinsam besser auf den Einstieg und Start in das Berufsleben vorbereitet werden. Dementsprechend haben die derzeitigen Achtklässler nicht nur zwei, sondern drei Schuljahre Zeit, den Esa (Erster allgemeinbildender Schulabschluss) zu erreichen. „Wir sind das erste Mal auf so einer Messe“, berichteten die beiden Klassenkameraden, während sie bereits überlegten, welchen Informationsstand sie als nächstes besuchen wollen. „Vielleicht etwas Handwerkliches oder doch lieber zur Polizei?“ Beide waren fasziniert von der Berufsvielfalt, die es in der Ausstellungshalle zu sehen gab.

An dem Stand der Dachdeckerei Schaarschmidt zeigte Milan Burgold aus dem ersten Ausbildungsjahr sein frisch erworbenes Können. „Ursprünglich wollte ich Kfz-Mechatroniker lernen“, verriet Burgold. Nachdem er aber keinen Ausbildungsplatz bekam, war die Dachdeckerei seine „letzte Hoffnung“. Mittlerweile ist er aber so begeistert von seinem neuen Tätigkeitsfeld, dass er nicht einmal mehr wechseln wolle. „Auch wenn man mir das anbieten würde – dafür bringt mir die Arbeit schon zu viel Spaß“, konnte er mit Bestimmtheit sagen. Zwar sei die Arbeit manchmal körperlich sehr anstrengend, dafür habe er aber auch nette Arbeitskollegen und ein tolles Betriebsklima. „Und wenn alles gut läuft, könnte ich mir sogar vorstellen, irgendwann meinem Meister zu machen.“

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