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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 13:14 Uhr

Aukrug : Ausnahmezustand in Aukrug

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

17 Festwagen und knapp 350 Musikfans zogen beim „Aukrug Move“ durch Innien, Böken und Bünzen

Beste Stimmung in Innien, Böken und Bünzen: Mit 17 Festwagen und knapp 350 Musikfans wälzte sich der „Aukrug Move“ am Sonnabend durch drei der fünf Ortsteile. Fast drei Stunden brauchte der ebenso bunte wie laute Umzug für die sechs Kilometer lange Rundstrecke – und am Ende waren sich alle einig: Der „Move“ war der wohl kaum noch von einer anderen Veranstaltung zu toppende Höhepunkt der 888-Jahr-Feierlichkeiten.

Der Festwagen des „Aukrug Open Air“ (AOA), der die Vorhut des ersten „Aukrug Move“ bildete, hätte zur Not auch allein einen Umzug bestreiten können: Von einem 510-PS-Truck gezogen, tummelten sich ein paar Dutzend AOA-Organisatoren und Fans auf dem geschmückten Auflieger, die Nachwuchsband „Luna High“ sorgte für Live-Musik, und in den Pausen beschallte AOA-Mitbegründer, „Behind the Eightball“-Gitarrist und DJ Jens Willig, seine Mitstreiter und das Publikum am Straßenrand mit seinen Lieblings-Rockabilly-Songs. Aber nach dem „Zehn Jahre AOA“-Truck war keineswegs Schluss – sondern es kamen noch 16 bunte und musikalische „Move“-Festwagen. Live-Musik gab es auch auf dem Anhänger der „Aukruger Session Band“. 50 bunt kostümierte Erlenhofer begleiteten ihren Festwagen, auf dem „Ein Bett im Kornfeld“ durch die Ortsteile kutschiert wurde.

Der ebenso aufwändig geschmückte Wagen der Aukruger Landfrauen stand ganz im Zeichen der Biene. Homfelder Feuerwehr und Gilde präsentierten auf ihrem Wagen eine Miniatur-Version des Boxbergs und servierten passend dazu Bergkäse-Häppchen. Die Böker Gilde war der einzige Verein, der sogar zwei Wagen ins Rennen schickte. Ebenfalls mit eigenen „Move“-Wagen vertreten waren: die Feuerwehren Innien und Bünzen, die Fußballerinnen des TSV Aukrug, der gemischte Chor „Cross Sing“, der Feuerwehrmusikzug, das DRK, der Sparclub, das Racing-Team Homfeld und der Motorclub. Die Nachhut bildete eine Kutsche mit Ehrenmitgliedern des Männerchors, die von Klaus-Friedrichs Rathjens Holsteinern „Loretta“ und „Felix“ gezogen wurden. Auch ein Wetterfrosch schloss sich dem „Move“ an: Zusammen mit einem Kameramann begleitete der Meteorologe Meeno Schrader den Umzug bis in das Zentrum von Innien, um Aufnahmen für seine abendliche TV-Wettervorhersage zu drehen. Auf der Höhe des Verwaltungsgebäudes in der Bargfelder Straße feierte eine Gruppe von Anwohnern den NDR-Wetterexperten mit einer La-Ola-Welle. „Der Umzug ist der Hammer“, befand der Chef des Vereins für Handwerk, Handel und Gewerbe (VHHG), Martin Westendorff, und lobte die „zum Teil sehr witzigen und detailverliebten Festwagen“. Die „Cross Sing“-Mitglieder, die unermüdlich einen Schlager nach dem anderen anstimmten, bekamen ein Extralob des Gewerbevereinsvorsitzenden: „Die Party von denen ist nicht zu toppen.“

„Alle Vereine haben sich mit ihren Festwagen sehr viel Mühe gegeben“, meinte Naturschutzring-Chefin Petra Harms, die wie Westendorff zum Organisationsteam der 888-Jahr-Feier gehört: „Dieser Umzug ist überwältigend, echt Wahnsinn.“ Und auch der stellvertretende Bürgermeister Jochen Rehder, der die Idee zum „888 Jahre-Move“ hatte, lobte: „Das war eine hammermäßige Veranstaltung, und was mir vor allem total gut gefallen hat, waren die vielen Leute überall an der Strecke.“

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