zur Navigation springen

Landeszeitung

02. Dezember 2016 | 19:18 Uhr

Jugendhandball-Oberligen : Aufsteiger zahlt weiter Lehrgeld

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-Oberliga der weiblichen Jugend B kassierte die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD auch im zweiten Spiel eine Niederlage. Der Aufsteiger unterlag der HSG Handewitt/Nord Harrislee mit 24:31.

Einen Saisonauftakt nach Maß feierte die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg in der Handball-Oberliga der männlichen Jugend A mit dem 24:20 bei der SG Hamburg-Nord. Auch die A-Mädchen der HSG BAD (21:14 beim ATSV Stockelsdorf) und der HG OKT (35:32 gegen HSG Marne/Brunsbüttel) sind erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet. Nicht so gut verlief der erste Auftritt für die weibliche Jugend B der HG OKT. Beim Buxtehuder SV gab es eine 25:27-Niederlage. Aufsteiger HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg musste auch im zweiten Spiel Lehrgeld zahlen. In eigener Halle unterlagen die Schützlinge von Trainer Hermann Dybowski, der gegen die HSG Handewitt/Nord Harrislee letztmals auf der Bank saß, mit 24:31.

Männliche Jugend A
SG Hamburg-Nord – HSG Schülp/W’feld/RD 20:24 (8:10)

Die Gäste fanden zwar gut in die Partie (2:0), wirkten laut Trainer Jens-Christian Woldt in der Folgezeit aber „etwas überdreht“ und leisteten sich einfache Fehler. Über 4:2 setzten sich die Hamburger auf 7:4 ab. „Wir haben dann die Abwehr umgestellt. Unser Vorgezogener hat die Position gehalten, wenn die SG aufgelöst hat. Zudem haben wir versucht, durch offensive Außen zu Ballgewinnen zu kommen. Das hat geklappt“, freute sich Woldt. Beim 9:8 (23.) übernahm die HSG wieder die Führung und gab sie bis zum Abpfiff nicht mehr ab. Die Schlüsselszene ereignete sich Mitte der zweiten Halbzeit. Beim Stand von 16:15 fingen die Gäste gleich zwei Mal den Ball ab und kamen durch Gegenstöße zu einfachen Toren. „Davon haben sich die Hamburger nicht mehr erholt“, berichtete Woldt. Danach hatten die Gäste die Partie fest im Griff und hätten bei konsequenterer Chancenverwertung auch noch höher gewinnen können. „Im Angriff hapert es aber noch ein bisschen“, stellte der HSG-Coach fest. Dennoch trat Woldt, der die geschlossene Mannschaftsleistung lobte („Wir konnten ohne Leistungsabfall durchwechseln.“) zufrieden die Heimreise an: „Hamburg-Nord war der richtige Auftaktgegner. Nächste Woche gegen Sieverstedt werden wir sicherlich mehr gefordert.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Vollstedt, Koberg – Stiller (1), Bunse (1), Lindemann (5), Wiese (2), Ott (1), Tolkmit, Olf (6/4), Imme (3), Rohn (2), Bernhardt (2), Lindhorst (1), Reimers.

Weibliche Jugend A
HG OKT – HSG Marne/Brunsbüttel 35:32 (15:16)

Die HG OKT musste sich erheblich strecken, damit am Ende im Landesderby mit dem 35:32 ein Sieg heraussprang. Trainer Sönke Marxen sprach allerdings von einem verdienten Erfolg. „Wir haben uns den Sieg regelrecht erkämpft.“ Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Marxen: „Wir wussten schon vorher, dass Marne uns fordern würde.“ Der Gast führte 3:1 (6.), doch die HG OKT fand zu ihrem Spiel und zog beim 4:4 (9.) gleich. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wechselnder Führung. Marne/Brunsbüttel hatte zur Pause die Nase knapp mit 16:15 vorne. Mitte der zweiten Halbzeit konnten sich die Gäste auf 27:24 absetzen (48.). Doch der HG-Nachwuchs zeigte jetzt seine kämpferischen Qualitäten. „Die Mädels haben tollen Einsatz gezeigt“, lobte Marxen, dessen Team nicht nur wieder ausglich (27:27, 52.), sondern auch in der Schlussphase den Sieg mehr wollte. Bis zum 29:29 (54.) lagen die Teams Kopf an Kopf. Dann legten die Gastgeberinnen ein 32:29 vor (57.) und retteten den Drei-Tore-Vorsprung bis ins Ziel.

HG OKT: Schweinen – Romeyke (2), Tiedemann (11/1), Voß (6), Fröhlich (3), Otte (3), Falge (1), Kuchel, Wolff (3), Grigat (5), Ley (5), Pawaletz, Bremer (2).

ATSV Stockelsdorf – HSG BAD 14:21 (7:8)

Vor der Fahrt in den Lübecker Vorort hatte BAD-Trainer Malte Böhrnsen so seine Bedenken, denn aufgrund zweier kurzfristiger Absagen reisten die Gäste nur mit einem kleinen Kader und ohne gelernte Kreisläuferin an. Doch während der Angriffs-Motor zunächst noch stotterte zeigten die HSG-Mädchen in der Abwehr von Beginn an eine tadellose Leistung. „Das war die Grundlage unseres Erfolges“, analysierte Böhrnsen. Als die Gäste in der zweiten Halbzeit dann auch in der Offensive endlich ihren Rhythmus fanden, zogen sie über 12:10 und 18:11 bis zum Abpfiff auf 21:14 davon. „Stockelsdorf wechselte mehrmals die Abwehrformation, aber wir hatten auf alles eine Antwort parat“, freute sich Böhrnsen über das taktisch kluge Spiel seiner Schützlinge. „Das war ein Superstart in die Saison und ein verdienter Sieg dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung.“

HSG BAD: Lipka, Schönnagel, Götz – Jeß (10/2), Kossek (4), Schütz (4), Studt (3), Jöhnk, Schulz, Sörensen, Lübeck, Heinrich.

Weibliche Jugend B
Buxtehuder SV – HG OKT 27:25
(13:11)

Die HG OKT bekam zu spüren, dass der deutliche Erfolg des Buxtehuder SV vor einer Woche gegen den Kreisrivalen HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (35:20) keine „Eintagsfliege“ war. Doch die 25:27-Niederlage war nicht nur eine Folge der Stärke des Gastgebers. „Bei uns stimmt das Zusammenspiel noch nicht so richtig“, führt die neue HG-Trainerin Ulla Machau dieses Manko auf die fehlende Vorbereitung zurück. „Ich habe die Mannschaft erst Anfang September übernommen. Wir müssen uns erst kennenlernen.“ Die Gäste hatten zwar Unterstützung durch drei Akteure des älteren Jahrgangs, die in der A-Jugend mittrainieren, aber auch das half am Ende nicht. Knapp fünf Minuten vor dem Abpfiff brachte Emma Sophie Otte die HG mit einem verwandelten Siebenmeter mit 24:23 in Front. Doch mit vier Toren in Folge drehte der BSV das Spiel. Der Treffer zum 25:27 von Jule Brehmer war nur noch Ergebniskosmetik

HG OKT: Frahm – Köhnholdt, Jahn, Otte (5/4), E. Pawaletz (1), Rohwer (1), Böhrnsen (1), Ley (4), Bremer (4), S. Pawaletz (8), Christiansen, Bernhardt, Lange.

HSG Schülp/W’feld/RD – HSG Handewitt/Nord Harrislee 24:31 (13:15)

Das Spiel begann verheißungsvoll für die Gastgeberinnen, die Mitte der ersten Halbzeit mit zwei Toren in Front lagen (7:5). „Die Abwehr stand gut und wir konnten einige einfache Tore erzielen. Und aus dem gebundenen Spiel kamen wir durch gute Auslösehandlungen immer wieder zum Erfolg“, berichtete HSG-Coach Hermann Dybowski, der nach dem Spiel aus persönlichen Gründen sein Traineramt niederlegte. Bis zum 10:8 konnten seine Schützlinge den Zwei-Tore-Vorsprung behaupten, doch dann schlichen sich vermehrt Fehler ins Spiel der Gastgeberinnen ein. Dybowski: „Vor allem mit den Gegenstößen und der schnellen Mitte der Gäste hatten wir so unsere Probleme.“ Die Folge: Zur Pause lag Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit 13:15 hinten. Dennoch attestierte der Coach seinem Team „eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktspiel in Buxtehude“. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte der Aufsteiger die Partie zunächst ausgeglichen gestalten. Bis zum 18:20 blieben die Gastgeberinnen auf Tuchfühlung, gerieten dann aber immer weiter in Rückstand, weil beste Chancen ausgelassen wurden. „Hinzu kamen noch ein paar technische Fehler, die uns das Genick gebrochen haben“, so Dybowski, der aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung Torhüterin Marie Krämer sowie die beiden C-Jugendlichen Lotta Heider und Svea Holm heraushob. „Wenn die stark aufsteigende Form anhält, wird das Team in den noch kommenden Spielen ihre Punkte einsammeln“, ist sich der scheidende Trainer sicher.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Schmidt, Krämer – Hartstock, Carstensen, Heidemann, Holst (1), Ganske (6), Olf (10/3), Bronevski (1), Peters (1), Heider (4), Kröncke, Holm (1), Karstensen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen