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Landeszeitung

04. Dezember 2016 | 07:06 Uhr

Handball-SH-Liga der Männer : Alt Duvenstedt und BTSV unter Druck

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer wollen der Büdelsdorfer TSV und der TSV Alt Duvenstedt nach zwei Niederlagen zum Auftakt den Komplett-Fehlstart vermeiden. Der BTSV empfängt den TSV Mildstedt, Alt Duvenstedt die HSG marne/Brunsbüttel.

In der Handball-SH-Liga der Männer müssen der Büdelsdorfer TSV (gegen TSV Mildstedt) und die HSG Eider Harde (bei HSG Mönkeberg-Schönkirchen) bereits heute Abend ran. Der TSV Alt Duvenstedt empfängt morgen die HSG Marne/Brunsbüttel.

HSG Mönkeberg/Schönkirchen – HSG Eider Harde (heute, 20.30 Uhr)

Zwei Spiele, zwei überzeugende Siege. Die HSG Eider Harde grüßt von der Tabellenspitze. Sportlich stimmt es bei der Spielgemeinschaft. Im Team könnte die Stimmung besser nicht sein. Im Umfeld sind dagegen seit Längerem manche Misstöne zu vernehmen. Der aufmerksame Besucher hätte es bereits beim ersten Heimspiel gegen Lübeck hören, beziehungsweise nicht hören können. Die Trommler haben ihre Stöcke nach mehr als zehn Jahren niedergelegt. Aus Protest. Statt lautstarker Anfeuerung wohlwollendes Klatschen. Ein Paukenschlag im wahrsten Sinn des Wortes. „Wir haben immer gesagt: Wenn die Dithmarscher verpflichtet werden, hören wir auf“, sagt Fanclub-Sprecher Arndt Jacobs. Gemeint sind die Neuzugänge Reiner Kobs und Philipp Henrich. Vor allem mit Kobs habe es in den vergangenen Jahren immer wieder verbale Scharmützel gegeben. Einige Fans fühlten sich von seinem Verhalten auf und neben dem Platz provoziert. „Handballerisch verstehen wir die Verpflichtung sogar, aber dann halt nicht mit uns. Alles hat seine Zeit. Jetzt können andere Leute für Stimmung sorgen“, so Jacobs, der aber nach wie vor in der Halle zuschauen möchte, bloß nicht mehr als Speerspitze der Stimmungsmacher. Eider-Trainer Matthias Hinrichsen kann die Entscheidung der Fans nicht nachvollziehen: „Das haben meine Jungs nicht verdient. Die Entscheidung ist nicht im Sinne des Vereins.“ Eben weil sie nicht nur Kobs trifft, sondern die ganze Mannschaft. Hinrichsen stellt sich hinter seinen in die Kritik geratenen Neuzugang: „Reiner ist Gold wert für das Team. Er ist eine Persönlichkeit auf und neben dem Platz.“ Selten hat ein neuer Spieler bei der HSG derart polarisiert wie Reiner Kobs, für den die ganze Situation alles andere als einfach sein dürfte. Was sagt der Kapitän Jörg Gosch dazu? „Reiner und auch Philipp sind eine absolute Bereicherung für das Team. Sportlich wie menschlich. Ich bin so froh, mit ihnen zusammen spielen zu dürfen.“ Gosch tun die beiden Neuzugänge Leid, für die der Boykott kein schönes Gefühl sei. Nun braucht die HSG neue Stimmungsmacher. Die Trommeln stehen in der Werner-Kuhrt-Halle bereit. Interessierte dürfen sich gerne melden. Schon heute Abend könnte die Mannschaft Unterstützung gebrauchen. Mönkeberg gilt als Angstgegner. In der vergangenen Saison kam die HSG über zwei Unentschieden nicht hinaus.

Büdelsdorfer TSV – TSV Mildstedt (heute, 20.30 Uhr)

Zwei Spiele, keine Punkte und den nächsten schweren Gegner vor der Brust: Der Büdelsdorfer TSV hat noch einen weiten Weg vor sich, um den Klassenerhalt zu realisieren. Gegen den TSV Mildstedt heute Abend gibt Spielertrainer Patrick Möller erneut die Devise der vergangenen Begegnung aus: Alles versuchen und am Ende schauen, ob es die ersten Punkte gibt. Bei Mildstedt gilt es vor allem auf Mario Petersen zu achten. Der Linkshänder hat jahrelang für die HSG Tarp/Wanderup in der 2. Liga gespielt und regelmäßig zweistellig getroffen. Dass ihm das natürlich auch in der SH-Liga gelingt, bewies er mit 13 Toren zum Saisonauftakt gegen die HSG Nord-NF, den Mildstedt mit 34:32 gewann. Bezeichnend: Petersen und seine Nebenleute Thomas Hansen und Thore Jess haben in dieser Partie gemeinsam 27 Tore gemacht und das hätte in beiden Partien des BTSV gereicht, um diesen zu schlagen. „Keine Frage, vor allem auf Petersen müssen wir ganz besonders acht geben, aber dabei natürlich nicht seine Mitspieler vernachlässigen“, warnt deshalb Patrick Möller. Unglücklich erscheint, dass der BTSV ausgerechnet gegen die HSG Nord-NF mit 24:32 am letzten Sonnabend eine deutliche Niederlage einstecken musste. Die Vorzeichen sind gegen Mildstedt mit dem reinen Blick auf die direkten Vergleiche also nicht gut, doch Möller stellte bereits nach dem letzten Spiel fest, woran es lag, dass der BTSV selbst so wenig Tore erzielte. „Wir haben einfach die Bälle nicht reingeworfen, nachdem wir uns gute Chancen erarbeitet haben. Dieses Manko müssen wir gegen Mildstedt unbedingt ablegen und gleichzeitig eine gute Abwehrarbeit leisten.“

TSV Alt Duvenstedt – HSG Marne/Brunsbüttel (Sbd., 17.15 Uhr)

Wie der BTSV so hat auch der TSV Alt Duvenstedt einen schlechten Saisonstart erwischt. Zwei Niederlagen sind bei 24 Spielen, die noch folgen, noch lange kein Problem für eine Mannschaft, die den Klassenerhalt als Ziel hat. Null Punkte stellen aber natürlich keinen Handballer zufrieden, egal, wie lang die Saison noch dauert. Eine neue Chance auf den ersten Sieg bietet sich heute gegen Marne/Brunsbüttel. Auch für die Dithmarscher verliefen die ersten Spiele nicht zur vollen Zufriedenheit, denn sie sammelten erst einen Punkt gegen Weddingstedt und verloren gegen Kronshagen. Das spricht zum einen dafür, dass die HSG nun natürlich ebenso heiß darauf ist, gegen Alt Duvenstedt zu gewinnen wie andersherum, zum anderen aber auch dafür, dass sie schlagbar ist. Damit das der Mannschaft von Thomas Carstensen gelingt, ist es aber absolut vonnöten, den starken Marner Rückraum gut zu verteidigen. In erster Linie ist Leif Friedrichs derjenige, der nicht ins Spiel kommen darf, denn sonst glänzt der Shooter gern auch mit einer zweistelligen Toraubeute. Gar nicht ins Spiel kommen wird morgen der Alt Duvenstedter Neuzugang und Mittelmann Sven Karsten, der nach wie vor krank außer Gefecht gesetzt ist. „Seinen Ausfall müssen wir im Kollektiv kompensieren. Sowohl Oliver Küch als auch Christian Eichstädt bieten sich hierfür an“, sagt Carstensen. Allerdings ist auch Eichstädt (Achillessehnenprobleme) angeschlagen. Johannes Wommelsdorf hat muskuläre Probleme, wird aber wohl zur Verfügung stehen. Carstensen: „Wir sollten so langsam mal ans Punkten denken, vor allem in der eigenen Halle. Eine Niederlage wäre kein Weltuntergang, aber wir müssen zumindest besser spielen als gegen Bredstedt.“

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