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Landeszeitung

08. Dezember 2016 | 08:59 Uhr

ACO lässt Olympia in Rio schneller trocknen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das einzige Team, das so etwas wie eine Startplatz-Garantie bei Olympia hat, kommt aus Büdelsdorf. 1972 in München sorgte ACO erstmals für trockene Sportplätze im Zeichen der Ringe. Wenn am Wochenende die Spiele in Rio beginnen, ist das Unternehmen zum elften Mal hinter den Kulissen dabei. Nicht nur die Stadien werden, wie schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien vor zwei Jahren, mit Know-How aus Schleswig-Holstein entwässert. Auch die Infrastruktur in Rio profitiert von der Erfahrung des Unternehmens.

So wurden beim Ausbau des Flughafens Galeão insgesamt vier Kilometer Entwässerungs-Rinnen im Innenhof und bei den Parkplätzen verbaut. Es ist das gleiche System, das auch beim Bau der beiden Busschnellstraßen TransOeste und TransOlímpica zum Einsatz kam, mit denen die Besuchermassen zu den Spielen strömen werden. Beim Bau der gerade eingeweihten Stadtbahn VLT in Rio arbeiteten ACO Brasilien und ACO Frankreich zusammen, um eine Lösung für die besonderen klimatischen Ansprüche der brasilianischen Metropole zu finden. Das Tram System ist dabei auf die Entwässerung von Flächen mit Schienenverkehr spezialisiert.

Bereits als Mario Götze vor zwei Jahren Deutschland zum Weltmeitster-Titel schoss, kam die Technik aus Büdelsdorf rund um das Maracanã-Stadion zum Einsatz, in dem am Sonnabend das Olympische Feuer entzündet wird. Für die Komplettsanierung des mehr als 60 Jahre alten Fußballtempels verlegte das Unternehmen seinerzeit mehrere hundert Meter Entwässerungsrinnen aus Polymerbeton.

Auch das Olympische Tennis Center, in dem unter anderem die Kielerin Angelique Kerber um eine Medaille kämpft, hat ACO regensicher gemacht. Das Tenniszentrum in Barra im Süden von Rio, besteht aus einem Stadion und 15 Nebenplätzen. Die Wege dazwischen und die Parkplätze des Zentrums sind mit Einbauten aus Norddeutschland vor Überflutungen geschützt. Und wenn in Deodoro im Nordwesten Rios die BMX Biker auf den Rundkurs gehen, sorgen auch hier rund 350 Meter Entwässerungsrinnen dafür, dass kein tropischer Regen die Veranstaltung unterbrechen soll. Nur wenige Kilometer entfernt ist das Olympische Hockey Center mit Spezialrinnen für die sichere Entwässerung von Kunstrasenflächen geschützt.

Südamerika ist für das Büdelsdorfer Unternehmen ein wichtiger Markt. In Brasilien ist ACO seit sechs Jahren mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten. Am Standort Jacareí sind zur Zeit 35 Mitarbeiter beschäftigt. Vor drei Monaten wurde dort die erste ACO Produktionsstätte in Südamerika eingeweiht. Von dort werden jetzt auch die Märkte in Chile oder Kolumbien beliefert.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 18:33 Uhr

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