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Landeszeitung

06. Dezember 2016 | 15:11 Uhr

Schwebefähre : Absage an ein Gezerre um das Wrack

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die havarierte Schwebefähre soll als Denkmal erhalten bleiben. Die Osterrönfelder wollen dieses Ziel gemeinsam mit Rendsburg und Tourismus-Experten realisieren.

Die havarierte Schwebefähre soll als technisches Denkmal erhalten bleiben. Das beschloss die Osterrönfelder Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am Donnerstag mit den Stimmen der Osterrönfelder Wählergemeinschaft und der CDU. Um diesen Gedanken fortzuentwickeln, sollen Gespräche mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung aufgenommen werden.

Einbezogen werden dabei die Stadt Rendsburg, die Entwicklungsagentur und die Tourist-Information. Insbesondere die finanziellen Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung des Standortes und der Nutzungsmöglichkeiten seien abzuklären, heißt es in dem Beschluss. Ein möglicher Standort des Schwebefährenwracks könnte die Fläche unmittelbar neben dem südlichen Fähranleger in östlicher Richtung vor dem gemeindlichen Grundstück sein. Dieses Gelände, der „Fährberg“, war in einem Antrag der SPD-Fraktion als Standort für die havarierte Fähre vorgeschlagen worden. Die Fläche sei „zu wertvoll“, um sie für das Wrack der Schwebefähre zu nutzen, kritisierte Uwe Tödt (OWG) den Antrag. Damit würde die immer noch angestrebte Nutzung durch ein Hotel oder Restaurant eingeschränkt. Zudem kämen bei einem Alleingang Osterrönfelds hohe Kosten „im mehrfach sechsstelligen Bereich“ auf die Gemeinde zu, meinte Tödt. Die havarierte Fähre als Kulturdenkmal werde Folgekosten haben, gab Hans-Georg Volquardts (CDU) zu bedenken. „Wenn wir uns die auflasten, tun wir uns keinen Gefallen damit.“ Der SPD-Antrag wurde mit den Stimmen von OWG und CDU abgelehnt. Einstimmig beschlossen wurde hingegen, den Lärmschutz an der Bundesstraße 202 wie geplant zu bauen, obwohl die freiwilligen Leistungen der Gemeinde weitaus höher ausfallen als nach den ersten Planungen veranschlagt. Nachdem der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) die Kostenberechnung der Ausführungsplanung (Lärmschutzwände, Straßen- und Erdbau) vorgelegt habe, ergebe sich ein Anstieg der Kosten auf 3,3 Millionen Euro, heißt es in der Begründung.

Das Ingenieurbüro Urban aus Hamburg hat im Auftrag der Gemeinde diese Kostenberechnung geprüft. Das Plus ergibt sich im Wesentlichen durch einen Mehraufwand bei den Lärmschutzwänden und Ständerbauwerken sowie allgemein gestiegenen Preisen.

Für das kommende Haushaltsjahr werden 3,5 Millionen Euro für die Lärmschutzmaßnahmen bereitgestellt, die vollständig aus Darlehen finanziert werden sollen.

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