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Landeszeitung

03. Dezember 2016 | 22:49 Uhr

Meezen : 100 Wehrleute bekämpfen Reitstall-Brand

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kameraden aus Hohenwestedt, Grauel, Hennstedt und Poyenberg halfen vor Ort.

Reitkinder und Pferde waren nicht in Gefahr, als gestern Nachmittag das Heulager des Reitstalls Boye vor den Toren von Meezen in Flammen aufging. Mehr als 500 brennende Ballen mit Heu, Stroh und Silage sorgten für eine Feuer- und Rauchsäule, die überall im Naturpark Aukrug zu sehen war.

Gegen 16 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. „Da war ich hier gerade mit dem Fahrrad unterwegs“, berichtete Bürgermeister Karl-Friedrich Wehner, der zu den ersten Helfern gehörte. Neben den örtlichen Feuerwehrleuten rückten vier weitere Wehren zur Nachbarschaftshilfe an: aus Grauel und Hohenwestedt sowie von jenseits der Kreisgrenze aus Hennstedt und Poyenberg (beides Kreis Steinburg). Das größte Kontingent stellten die Hohenwestedter, die 60 Kameraden und auch ihr neues Hubrettungsfahrzeug aufboten. Zusammen leisteten die 100 Feuerwehrleute ganze Arbeit, denn schon nach einer halben Stunde hatten sie das Feuer im Heu- und Strohlager des Reiterhofs unter Kontrolle gebracht. Vier Pferdeanhänger brannten aus. Reitkinder und Tiere seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, sagte Einsatzleiter Holger Radeckenn von der Feuerwehr Meezen gegen 17 Uhr: „Wir versuchen jetzt, ein Übergreifen des Feuers auf das hintere Reitgebäude und den unmittelbar benachbarten Pferdestall zu verhindern – und das sieht auch sehr gut aus.“ Wertvolle Dienste bei dieser Eindämmung des Feuers leisteten die Hohenwestedter Feuerwehrleute, die den Brand mithilfe ihrer neuen Drehleiter über den mit einem Photovoltaikdach ausgestatteten Pferdestall hinweg von oben bekämpften. Die Nebengebäude wurden präventiv mit Wasser bespritzt, um ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern. „Wir haben alles unter Kontrolle“, sagte Hohenwestedts Wehrführer Thorsten Müller, „hätten wir unser neues Fahrzeug nicht gehabt, hätten wir das Feuer auf andere Weise bekämpfen müssen.“ Und das wäre um einiges schwieriger gewesen.

„Die Hohenwestedter Drehleiter hat sich heute auf jeden Fall bewährt“, betonte Einsatzleiter Radeckenn. Feierabend konnten die Feuerwehrleute aber noch lange nicht machen. „Es wird noch lange dauern, bis wir hier komplett fertig sind“, erklärte Müller, „das ganze Heu muss mit einem Teleskoplader oder Bagger herausgebracht und abgelöscht werden.“ Radeckenn ergänzte: „Hier sind rundherum Maisfelder, aber wir haben eine freie Koppel, wo wir das Heu verteilen und ablöschen können.“ Die Polizisten vor Ort wollten keine Stellungnahme zur Brandursache abgeben, bevor die Kriminalpolizei den Brandort nicht untersucht hat.

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