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Lokales

04. Dezember 2016 | 04:58 Uhr

Ausstellung : Integration im Kunstunterricht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

10. Klasse der Isarnwohld-Schule zeigt subtile Bilder, Skulpturen und Kurzfilm zum Thema Inklusion

Narine Galstyan zog vor eineinhalb Jahren aus Armenien nach Deutschland. Als die heute 18-Jährige vor einem Jahr auf die Isarnwohld-Schule kam, konnte sie kaum ein Wort Deutsch, fühlte sich fremd im unvertrauten Umfeld. Ihre Erfahrung verarbeitete sie in einer abstrakten Bildergeschichte. „Inklusion und Ich“ ist das Thema, unter dem nun in einer Ausstellung im KuBiz Narines Bilder zusammen mit anderen Werken des Kunstkurses der 10. Klasse zu sehen ist.

Die Arbeiten waren ursprünglich für einen Wettbewerb der CDU-Landesfraktion gedacht, der jedoch vor ein paar Wochen kurzfristig abgesagt wurde. Die im Kunstunterricht entstandenen Arbeiten der Schüler befanden Kunstlehrerin Britta Hansen und Schulleiterin Marion Burkhart für so außergewöhnlich, dass sie die Ausstellung organisierten. Noch bis kommenden Mittwoch können Besucher Bilder und Skulpturen begutachten.

Teil der Ausstellung ist auch ein im Southpark-Stil animierter Kurzfilm, jedoch mit deutlich ernsterer, und nicht leicht zu deutender Botschaft. In 120 Einzelbildern zeigt der Stummfilm ein Kind, das mal lächelt, mal traurig schaut, das einsam ist, andere schlägt, ausgeschlossen wird, im Hintergrund häufig ein Galgen. „Ich bin vom Tiefgang des Filmes absolut begeistert“, schwärmt Schulleiterin Burkhart. „Es geht in ihm nicht nur um Inklusion, sondern auch um die Integration von Menschen, die unsere Hilfe benötigen.“

Narines Aquarelle zeigen ein trauriges menschenähnliches Wesen, umgeben von einer bunten Welt, doch gefangen in einer grauen Blase. „Es ist ein Individuum, das Schwierigkeiten hat, sich mit seiner Umwelt zu verbinden“, erklärt sie. Doch in der Bilderfolge wandelt sich die Szene: Die fröhlichen Farben dringen in die Blase, füllen sie mehr und mehr aus, bis auch das Wesen bunt leuchtet. „Es dauert ein bisschen“, sagt Narine“, aber mit der Zeit fühlt es sich immer wohler in seinem neuen Umfeld.“ Und wird schließlich ein Teil des Ganzen.

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erstellt am 16.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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