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Insel-Bote

05. Dezember 2016 | 13:40 Uhr

Im Wyker HAfen : Zwei Schiffe – ein Anliegen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Umweltorganisationen klärten im Wyker Hafen über Meeresschutz und -schmutz auf. Das Greenpeace-Schiff „Beluga“ ist heute auch auf Amrum.

Friedlich dümpelten in direkter Nachbarschaft die Schiffe zweier Umweltorganisationen im Wyker Hafen, um für Meeresschutz zu werben: Die „Beluga II“ von Greenpeace, die inzwischen Föhr in Richtung Amrum verlassen hat, sowie die kleinere „Pegasus“ des noch jungen Vereines International Marine Mammal Conservation Society (IMMCS).

Man sehe sich nicht als Konkurrenz, betonten die Besatzungen beider Schiffe, die zwar der Einsatz für die Natur eint, die in Wyk aber für unterschiedliche Anliegen antraten. Das Banner zwischen den beiden Masten der „Beluga II“ war eindeutig: „DEA – keine neuen Ölbohrungen im Wattenmeer“. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Greenpeace, die gemeinsam mit der vierköpfigen Crew dieses Schiffes unterwegs sind, konnten nicht nur zahlreiche Urlauber, sondern auch Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen begrüßen, der, wie die Greenpeacer berichteten, eine Bürgermeistern vorbehaltene Protestnote unterschrieb.

Bei einer Führung über die „Beluga  II“ erhielten die Teilnehmer Informationen über das Anliegen des Ölkonzerns DEA, im Wattenmeer weitere Probebohrungen nach Öl vorzunehmen. Bereits Probebohrungen bedeuteten ein Unfallrisiko und würden gerade für das einzigartige Ökosystem Wattenmeer unermessliche Gefahren bedeuten. Die Ölfirma vermute 18,4 Millionen Tonnen Erdöl finden zu können. „Was sich so gewaltig anhört, ist in Wirklichkeit genau die Menge, die bei uns den Bedarf von zwei Monaten deckt“, so eine ehrenamtliche Vertreterin von Greenpeace. Deshalb fordere man von den schleswig-holsteinischen und den niedersächsischen Landesregierungen, dass sie die Anträge für Bohrungen endgültig ablehnen. Diese Forderung wurde auch von vielen Besuchern des Greenpeace-Schiffes unterschrieben.

Die Besatzung der „Pegasus“, besteht aus Michael Tenten, dem Vorsitzende von IMMCS sowie dessen Vater, Wilfried Tenten. Während Michael Tenten, der gerade von den norwegischen Lofoten zurückgekehrt ist, sich dem Erhalt der Wale verschrieben hat, steht Wilfried Tenten für Themen wie den Robbenschutz und den Kampf gegen die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik, das unsichtbare Gift.

Die beiden Umweltschützer aus Schwaben sind seit vielen Jahren als Segler aktiv und auf diesem Wege immer wieder mit der Bedrohung des Meeres und seiner Bewohner konfrontiert worden. Daraus entstand ihr Engagement, das vor knapp zwei Jahren in die Gründung ihres Vereins mündete. Sie erhalten von verschiedenen Organisationen fachliche Beratung, berichten Vater und Sohn. Auch haben sie bereits Kontakte zu unterschiedlichsten Vertretern des Meeres- und Umweltschutzes in Nordfriesland aufgebaut und hoffen so, den Einsatz für das maritime Ökosystem forcieren zu können.


Die „Beluga  II“ macht auf ihrer Info-Tour durchs Wattenmeer heute auf Amrum Station. Das Greenpeace-Schiff liegt an der Steenodder Mole und kann von 10 bis 12.30 und 14 bis 18 Uhr besichtigt werden.


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erstellt am 18.Aug.2016 | 12:15 Uhr

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