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Insel-Bote

03. September 2014 | 08:59 Uhr

Navigationsfehler : Zwangspause auf der Sandbank

vom

"Adler Express" liegt dreieinhalb Stunden vor Amrum fest - Passagiere werden von der "Eilun" nach Sylt gebracht

Amrum | Glück im Unglück hatte Kapitän Stefan Meyer auf der "Adler Express" am Himmelfahrtstag. Am späten Nachmittag kam sein Schiff vor Amrum auf einer Sandbank fest. Wie Reeder Sven Paulsen auf Anfrage mitteilte, wurde niemand der 105 Passagiere, die sich auf der Fahrt von Wittdün nach Hörnum an Bord befanden, verletzt. Das Schiff hat bei seiner unfreiwilligen Grundberührung keine Schäden davon getragen. Gestern Morgen wurde die "Adler Express" von der Klassifikationsgesellschaft "Germanischer Lloyd" im Hafen von Nordstrand besichtigt und dann wieder für den Verkehr mit Gästen freigegeben. Die fahrplanmäßige Abfahrt um 9.15 Uhr ab Nordstrand konnte bereits wieder wie gewohnt stattfinden.

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"Ich muss davon ausgehen, dass ein klarer Navigationsfehler beziehungsweise eine Fehleinschätzung des Wasserstandes durch unseren Kapitän dazu geführt hat, dass das Schiff bei bestem Wetter um 16.30 Uhr vor dem Kniepsand an Amrums Südspitze bei ablaufendem Wasser festkam", erklärt Paulsen. Kapitän Bandix Tadsen von Amrum hat mit seinem Ausflugsschiff "Eilun" die Passagiere vom Havaristen übernommen und nach Sylt gebracht und die dort wartenden rund 30 Fahrgäste mitgenommen, die zurück nach Wittdün wollten. Alle anderen Passagiere, die von Nordstrand aus nach Sylt gefahren waren, sind per Zug und Bus von Westerland aus nach Nordstrand gebracht worden.

Der Seenotrettungskreuzer "Vormann Leiss" mit seinem Tochterboot "Japsand" kam dem Havaristen zur Hilfe und blieb bis zum Wiederaufschwimmen um 20 Uhr vor Ort. Kapitän Meyer konnte aber aus eigener Kraft den "Adler Express" vom Ausläufer des Kniepsandes ziehen und nach Nordstrand zurück fahren.

"Das sah schon spektakulär aus, als das Schiff aus der Gleitfahrt achtern absackte und dann schlagartig zum Stehen kam", berichtete ein Augenzeuge, der auf dem Kniepsand vor Wittdün spazieren ging. Wie knapp der eingeschlagene Kurs daneben lag, zeigte sich bei der ungehinderten Vorbeifahrt der "Adler IV"(Tiefgang 1,61 Meter) auf der Fahrt von Amrum nach Sylt. Peilungen ergaben, dass am Heck des "Adler Express" (Tiefgang 1,2 Meter) noch 1,6 Meter Wassertiefe anstanden. Vorne leider nur noch Null.

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von Thomas Oelers
erstellt am 19.Mai.2012 | 08:05 Uhr

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