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Insel-Bote

11. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Immer im Einsatz : Zu Land und zu Wasser stets bereit

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Seit 2003 ist Normen Peters in der Freiwilligen Feuerwehr. Mit 24 Jahren zählt er zu einer begehrten Altersgruppe.

Mit seinen gerade mal 24 Jahren zählt Normen Peters bei der Freiwilligen Feuerwehr zu einer begehrten Altersgruppe. Nur mit jungen Leuten, die sich berufen fühlen, in einem starken Team etwas zu bewegen, wird es möglich sein, das System des ehrenamtlichen Brandschutzes auch in den kommenden Jahren am Leben zu erhalten.

Der Umkehrschluss: Das Interesse des Nachwuchses muss bereits im Schulalter geweckt werden, will man ihn über die Jugendfeuerwehr für die Organisation gewinnen.

„Für mich gab es schon immer die Feuerwehr. Bereits als kleiner Junge in der Jugendfeuerwehr wollte ich immer schon zu den Aktiven“, sagt Normen Peters. Ein Weg, zu dessen Gelingen der ältere Bruder, der in der Freiwilligen Feuerwehr und hauptberuflich bei den Berufsbrandschützern in Hannover tätig ist, eine Menge beigetragen habe. Und: Ob Onkel, Großvater und Urgroßvater, der Einsatz in den Reihen der Amrumer Blaujacken werde in der Familie bereits seit Generationen hochgehalten. Und neben Bruder Daniel gehöre auch Schwester Aileen zur Amruer Wehr.

Der gelernte Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung, Klima, der 1992 in Wyk geboren wurde und von 1998 bis 2007 die Schulbank in der Öömrang Skuul in Nebel drückte, trat 2003 in die Jugendfeuerwehr ein. Diese sei ein wichtiges Instrument hinsichtlich der Nachwuchsgewinnung für die Aktiven. Auch wenn die jungen Leute häufig – zumindest zeitweise – die Insel in Richtung Festland verlassen würden.

„Ich habe die Aufgabe des Jugendwarts 2011 von Wolfgang Stöck übernommen und habe damals nicht geahnt, wie viel Arbeit an diesem Ehrenamt hängt“ blickt Peters zurück. Doch die Arbeit mit den 24 Jungen und Mädchen bringe auch sehr viel Spaß – wie die Zugehörigkeit zur Feuerwehr insgesamt. „Wir sind schon ein bunter Haufen, in dem sich alle aufeinander verlassen können.“

Für Normen Peters’ Partnerin bedeutet das selbstlose Engagement häufig Verzicht. Und manchmal fehlt ihr auch die nötige Begeisterung für die Bereitschaft, sich als Jugendwart, Brandschützer bei der Ortsfeuerwehr Süddorf-Steenodde und seit 2010 auch noch als freiwilliger Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zu engagieren. Aber sie weiß, wie wichtig dieses Engagement ist. „Erst kürzlich stand meine eigene Familie kurz vor der Katastrophe und es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn morgens um 6 Uhr 40 Kameraden selbstlos vor der Tür stehen und das eigene Hab und Gut schützen. Wer weiß, was noch passiert wäre, wenn die Nachbarin meiner Eltern nicht den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert hätte“.

Normen Peters erinnert besonders den Brand in einem Wittdüner Fisch-Imbiss. Der habe gezeigt, wie schnell es für die Betroffenen im wahren Wortsinn brenzlig werden kann. „Unten schlugen bereits die Flammen aus dem Fenster und oben drüber schlief noch die Besitzerin“, schildert der 24-Jährige die sprichwörtliche Rettung in letzter Sekunde.

„Ich war heilfroh über den guten Verlauf dieses intensiven Einsatzes aller Amrumer Feuerwehren. Für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass ich genau das Richtige mache. Und alle sollten sich vor Augen führen, dass auch sie, ihre Familie oder Freunde betroffen sein können.“ Weshalb es jeder als Selbstverständlichkeit ansehen sollte, sich in der Freiwilligen Wehr zu engagieren, wirbt der stellvertretende Gruppenführer und werdende Vater.

Ein Ziel, das auch die aktuelle Mitgliederwerbung der Amrumer Blaujacken verfolgt. Die Initiatoren hoffen, auch den letzten Zögerer zu überzeugen, sich bei der Feuerwehr zu melden.

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erstellt am 30.Jun.2016 | 08:30 Uhr

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