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Insel-Bote

07. Dezember 2016 | 21:21 Uhr

Freiwillige Feuerwehr auf Amrum : „Wir brauchen jede helfende Hand“

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Aus den Bergen ans Meer: Vor rund 20 Jahren zog Oliver Ziegler aus der Schweiz nach Amrum – heute ist er Ortswehrführer in Nebel.

Was macht ein Schweizer Feuerwehrmann auf Amrum? Das ist schon etwas ungewöhnlich, denkt man, wenn die rot-weiße Nationalflagge weithin sichtbar im Garten von Familie Ziegler in Nebel gehisst ist. Darüber weht allerdings die Friesen-Fahne, denn Oliver Ziegler lebt mit seiner Frau Tatje und den Kindern Laura und Tim auf Amrum.

Seine insulare Geschichte fängt 1996 an, als er durch die Leidenschaft zum Windsurfen aus den Bergen der Schweiz nach Amrum kam. Er verliebte sich nicht nur in die kleine Nordseeinsel, sondern hatte auch sein Herz an die Insulanerin Tatje Tadsen verloren. Nach einigem hin und her entschieden sich beide, gemeinsam auf der Insel zu leben und zu heiraten.

Zur Feuerwehr sei er durch seinen Schwiegervater Benne Tadsen und den damaligen Nebeler Ortswehrführer, Gerd Tietze, gekommen. „Die beiden gaben den Anstoß und schon war ich im Anwärterjahr.“ Es folgte die Ernennung zum Feuerwehrmann, Lehrgänge und Fortbildungen schlossen sich an: „Vom Truppmann über den Maschinisten bis zum Atemschützer und seit 2015 bin ich Ortswehrführer in Nebel“, beschreibt Oliver Ziegler seinen Werdegang bei den Brandschützern im Schnelldurchlauf.

Die Frage, nicht dabei zu sein, habe sich ihm nie gestellt. „Denn gerade durch die Kameradschaft in der Feuerwehr bekommt man insulare Kontakte. Man ist dabei, lernt schnell Amrumer kennen, hat eine tolle Gemeinschaft und tut etwas für Insel, für sich und für andere“, berichtet er weiter. Es sei bedauerlich, dass viele das heute nicht mehr sehen oder die Notwendigkeit verkennen. Dabei sei es enorm wichtig, dass Insulaner mit dabei sind, angesichts der besonderen Lebenssituation auf Amrum. „Da ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig helfen, denn auf jemand anderen können wir es nicht abwälzen, wir brauchen jede helfende Hand vor Ort.“

Die hier Lebenden müssten die Notwendigkeit der Freiwilligen Feuerwehr erkennen, so sein Appell. „Wir treffen uns jeden letzten Donnerstag im Monat und ich freue mich über jeden, der Lust hat, mit dabei zu sein", sind seine motivierenden Worte, bevor er im Feuerwehrauto zur nächsten Übung düst.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 21:30 Uhr

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