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Insel-Bote

03. Dezember 2016 | 10:46 Uhr

Zauberhafte Tricks : Wenn Tische schweben können

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Magier Jalin Alfar präsentiert im Kurgartensaal eine verblüffende Show mit zum Teil unerklärlichen Kunststücken.

Jalin Alfar hatte es nicht leicht: Vor nur etwa 40 Zuschauern in dem nur spärlich besetzten Kurgartensaal wollte nicht so recht Stimmung aufkommen, als der Magier sein Programm auf die Bühne brachte. An der Show dürfte es kaum gelegen haben, auch wenn einige Tricks bekannt waren. So war durchaus vorhersehbar, was mit drei Seilen passiert, die der Magier in seinen Händen hält: Das scheinbar unerklärliche Zusammenbinden und wieder auseinanderknoten und ähnliches.

Doch Alfar, der im echten Leben Svend Stein-Angel heißt, hat durchaus einige Kunststücke im Gepäck, die unerklärbar scheinen. Etwa, wenn er ein Kästchen ins Publikum reicht, einen Mann auf der Bühne einen zuvor gekennzeichneten 20-Euro-Schein zerreißen lässt und eben diesen Geldschein anschließend aus dem Kästchen zaubert. Oder wenn er drei Gäste wahllos Mappen mit Bildern geben lässt und diesen dann die passenden Mottos zuordnet. Seinen stärksten Trick hatte Jalin Alfar sich für den Schluss aufgehoben: den schwebenden Tisch. Nur an der Tischdecke gehalten, tanzt dieser mehr oder weniger im Takt der Musik vor Alfar durch die Luft, wie ein Besucher in der Disco. Um dieses Kunststück bis zur Perfektion zu beherrschen, dauert es, erklärt der Magier: „Mehrere Jahre braucht es schon, bis man so was auf der Bühne professionell darbieten kann.“

Doch trotz dieser und weiterer Kunststücke, die auch Skeptiker unter den Besuchern nachdenklich machten, wirkte der Zauberer teils ein bisschen verloren auf der Bühne. Und dass, obwohl er Mitglied des Magischen Zirkels Deutschland ist und somit auf einem hohen Niveau agiert. Doch wenn der Saal nicht einmal halb voll ist, kommt Stimmung nur schwer auf.

Andreas Miler, Veranstaltungsleiter der Wyk Tourismus GmbH (WTG), zeigte sich enttäuscht von der schlechten Resonanz: „Wir bekommen viele Zuschriften von Menschen, die sich über das fehlende Angebot im Mai und Juni beklagen. Und dann bieten wir etwas an, und es kommen nur 40 Zuschauer.“ Jalin Alfar dagegen schien sich an der überschaubaren Anzahl nicht zu stören: „Es ist leichter vor Menschen im Urlaub zu zaubern, die sind einfach lockerer. Klar, es könnten mehr sein, aber es war okay.“

Zur Zauberei war der Münchener als Kind durch Zauberkästen und seinen Großvater gekommen. Im Laufe der Jahre perfektionierte er sein Programm und spielt heute vor bis zu 1500 Personen. Die 40 Gäste im Kurgartensaal waren da eine andere Hausnummer. Doch vielleicht war dieser erste Auftritt des Magiers nicht der letzte auf der Insel. Und in der Hochsaison dürfte er es leichter haben, vor vollem Haus zu spielen.

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erstellt am 12.Jun.2016 | 12:30 Uhr

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