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Insel-Bote

23. Januar 2017 | 05:35 Uhr

Naturerlebnisraum : Weit draußen im Wald und doch ganz nah

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Nebeler Vogelkoje ist jetzt leichter erreichbar. Die Gemeinde hat einen neuen Verbindungsweg gebaut. Außerdem wurde in der Nähe eine Bushaltestelle eingerichtet.

Der Naturerlebnisraum Vogelkoje Meeram liegt zwar mitten im Wald auf halber Strecke zwischen Norddorf und Nebel, kann aber neuerdings wesentlich schneller und einfacher erreicht werden. Die Gemeinde Nebel hat investiert, um eine attraktive Verbindung zwischen dem Wirtschaftsweg und dem Waldweg zu schaffen.

Als erster und wesentlicher Schritt wurde eine Querverbindung von der alten Landstraße, dem „Wirtschaftsweg“, der täglich von vielen Spaziergängern und Radfahrern genutzt wird, zur Landesstraße L 215 geschaffen. Zu diesem Zweck hat die Gemeinde Nebel die dafür benötigten Grundstücke erworben und den rund 325 Meter langen Rad- und Wanderweg angelegt, der direkt neben dem bestehenden Autoparkplatz an der Landesstraße endet. An dieser Stelle wird die Landesstraße überquert, eine Tempobeschränkung auf 70 Stundenkilometer für diesen Bereich wurde eingerichtet.

„Es war ein lang gehegter Wunsch, der in diesem Jahr in Erfüllung gegangen ist“, erklärt Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier, und spricht dabei vielen Urlaubern und Insulanern aus dem Herzen. Denn diese Querverbindung wurde schon seit Jahren von den Insulanern und ihren Gästen gewünscht. Von hier führt das bestehende Wegenetz durch den Wald direkt zum Naturerlebnisraum Vogelkoje Meeram, zum Archäologischen Areal mit dem eisenzeitlichen Haus, dem Steinzeitgrab und vielem mehr.

Zwecks verbesserter Erreichbarkeit ist hier auch gleich eine neue Bushaltestelle errichtet worden. Die „Bedarfshaltestelle Klööwenhuuch“ befindet sich knapp südlich des bestehenden Parkplatzes und ist nach dem benachbarten Grabhügel Klööwenhuuch, der aus der Bronzezeit stammt, benannt. Besucher der Vogelkoje Meeram können hier ein- und aussteigen und müssen nun nicht mehr an den Stationen „Nebel-Westerheide“ oder „Onkel Toms Hütte“ in Norddorf aussteigen um anschließend noch eine weite Strecke zu Fuß zurückzulegen.

Darüber hinaus wurden auf dem neugestalteten Areal auch zahlreiche Wegweiser, Informationstafeln und eine überdachte Sitzgelegenheit, die zum bequemen Rasten einlädt, aufgebaut. Praktisch im Vorbeigehen und nebenbei können sich Interessierte hier an den übersichtlich gestalteten Informationstafeln über den „Erlebnisraum Vogelkoje Meeram“, die Geschichte des Amrumer Waldes, die Landnutzung auf der Insel sowie über die Geschichte des „Grabhügels Klööwenhuuch“ informieren. Das Design der Tafeln schließt sich dabei bewusst an die bestehende Beschilderung in der Vogelkoje an.

Das gesamte Bauprojekt wurde als Gemeinschaftsprojekt von der Gemeinde Nebel in enger Kooperation mit dem Öömrang Ferian geplant und umgesetzt und mit Mitteln der Bingo-Umweltlotterie Schleswig-Holstein finanziell gefördert. Das Resultat wertet den Naturerlebnisraum Vogelkoje Meeram, einen der bedeutendsten kulturhistorischen Orte der Insel Amrum, deutlich auf. Dell-Missiers ganz besonderer Dank gilt dabei dem ehemaligen Leiter des Norddorfer Naturzentrums vom Öömrang Ferian, Thomas Chrobock, der intensiv am Projekt und der Gestaltung der Informationstafeln beteiligt war.

Die Neugestaltung hat sich gelohnt. „Wir freuen uns sehr, dass der Weg und die neue Haltestelle bei Insulanern und Gästen so gut angenommen wurden“ sagt Dell-Missier.

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