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Insel-Bote

25. April 2014 | 01:53 Uhr

Föhr, Amrum & die Halligen - Wachwechsel am Hafen

vom

Martin Erichsen neuer Wasserschutzpolizist

Wyk | Gerade mal ein Jahr hat Karl Weber die Föhrer Wasserschutzpolizeistation geleitet, bereits im Mai hat er neue Aufgaben auf Helgoland übernommen. Nun hat der Ein-Mann-Vorposten im nordfriesischen Wattenmeer, der neben Föhr auch Amrum und die Halligen betreut, einen neuen Chef: Am 1. Oktober hat Martin Erichsen seinen Dienst in der Wyker Station angetreten, in der er in den zurückliegenden Monaten bereits etliche Wochen vertretungsweise tätig war.

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Mit dem 48-Jährigen hat - nachdem die Föhrer Wasserschutzpolizei (WSP) etliche Jahre fest in süddeutscher Hand war - nun ein echter Nordfriese das Büro im Obergeschoss des Wyker Polizeigebäudes am Hafen bezogen. Erichsen stammt aus St. Peter-Ording und hat etliche Jahre bei der dortigen Polizeistation gearbeitet. "Irgendwann hatte ich genug Blut gesehen und an Action keinen Bedarf mehr", begründet er, warum er vor neun Jahren zur WSP in Husum wechselte, bei der er nun seltener mit "Kunden" zu tun hat, die gleich ausrasten.

Mit dem Job auf Föhr habe er schon länger geliebäugelt, berichtet Erichsen, der gerne bis zu seiner Pensionierung auf der Insel bleiben möchte. Das Boot des passionierten Seglers liegt bereits im Wyker Hafen, nun sucht er eine Wohnung und spätestens wenn der 15-jährige Sohn seine Schulzeit beendet hat, will auch Martin Erichsens Ehefrau die Zelte in Husum abbrechen und Föhrerin werden.

Auf den Inseln und Halligen erwartet den Beamten ein vielfältiges Aufgabenfeld. Neben der Überwachung der Häfen, der Fischerei, der Sportboote und der Schiffssicherheit kümmert er sich auch darum, dass die Schutzbestimmungen im Nationalpark eingehalten werden und verfolgt Umweltsünder im Wattenmeer. "Doch in erster Linie sind wir dazu da, dass nichts passiert", betont der Leiter des Husumer Wasserschutzpolizeireviers, Ingo Berger, dass die WSP auf die Leute zugehen und das Gespäch suchen wolle. "Wir legen viel Wert auf Aufklärung und Prävention. Wenn wir erst eine Straftat verfolgen müssen, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen", so Berger. Er sei froh, dass sich mit Martin Erichsen ein erfahrener Beamter bereiterklärt habe, die Station auf Föhr zu übernehmen, so Berger.

Und Erfahrung hat Martin Erichsen. Seit genau 31 Jahren ist er im Polizeidienst. Auf Föhr wird er auch wieder mehr mit seinen früheren Kollegen von der Schutzpolizei zu tun haben, denn beide Polizeistationen sind nicht nur im gleichen Gebäude untergebracht, sondern unterstützen sich auch gegenseitig. Muss zum Beispiel ein Föhrer oder Amrumer Beamter schnell zu einem Halligeinsatz oder ein Festgenommener noch nachts zum Festland gebracht werden, übernimmt Erichsen mit seinem Polizeiboot "Habel" den "Taxidienst".

von pk
erstellt am 08.Okt.2011 | 06:30 Uhr

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