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Insel-Bote

05. Dezember 2016 | 21:44 Uhr

Inselhelden auf Föhr : UNFÖHR: Herrliches Nachtleben

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Michael Bröcker philosophiert über die Schlafenszeiten von Insulanern und Gästen.

Entschuldigung, aber wo bitte geht's denn hier zur Altstadt? Sie wissen schon, da wo man schwooft und trinkt, feiert und raucht. Bis tief in die Nacht. Ich komme ja aus Düsseldorf. Da steht die längste Theke der Welt. Kneipenviertel. Halligalli. Hoch die Tassen. Rheinländer. Wer da um 24 Uhr noch ohne Altglas in der Hand steht, ist entweder Zivilpolizist oder Rettungssanitäter. Man trifft sich frühestens um 21 Uhr und feiert bis 4 Uhr. In Föhr ist es umgekehrt. Um 16 Uhr machen sich die ersten fertig zum Abendessen (wir haben gestern Abend um 17.30 Uhr einen Tisch reserviert, das war der letztmögliche Termin), um 21 Uhr ist man im Bett.

Spätestens. Ein Insulaner erklärte mir diese sonderbare Abendgestaltung folgendermaßen: „Die Insel will, dass sie die frische Luft genießen, sich um die Familie kümmern und früh ins Bett gehen.“

Das Konzept geht bei mir auf. Selbst in meinen Geburtstag habe ich vor zwei Tagen im Schlaf hineingefeiert. War auch schön. Sehr ruhig. Und die längste Theke der Insel habe ich auch gefunden. Sie steht bei mir in der Ferienwohnung. Meine Küchenplatte. Ein Glas Grauburgunder finde ich dort immer. Herrliches Nachtleben.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 12:31 Uhr

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