zur Navigation springen

Insel-Bote

11. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Mutige Skipper in Nebel : Tollkühne Kapitäne und Matrosen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Traditionelle Papierboot-Regatta erneut Höhepunkt des Steenodder Molenfestes. Starker Regen beendet die Veranstaltung vorzeitig.

Regelmäßig beim Stennodder Molenfest tobt in dem kleinen Kapitänsort, im Osten der Insel gelegen, das Leben. Viele Autos sind dann in dem sonst so beschaulichen Dorf unterwegs, unzählige Fahrräder sind am Fuß des „grünen Deiches“ abgestellt und Menschenmengen schlendern über oder verweilen auf der alten Mole.

Das war in diesem Jahr nicht anders, denn den zahlreichen Besuchern wurde auf dem Sommerfest des Amrumer Segel-und Regattavereins (ASRV) wieder einiges geboten. Viele Stände luden zum Verweilen ein und der Nachwuchs hatte Spaß an einem abwechslungsreichen Kinderprogramm. Dazu kamen spannende Bootsregatten in der Piraten- und Optimisten-Klasse, bei denen der insulare Wassersportnachwuchs wieder tolle Leistungen zeigte. Als Publikumsmagnet erwies sich einmal mehr der auf Amrum stationierte Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“, der am Molenkopf festgemacht hatte und bis in die frühen Abenstunden besichtigt werden konnte.

Stimmungsvoller Höhepunkt des Molenfestes aber ist seit vielen Jahren die traditionelle Papierbootregatta, bei der wieder tollkühne Kapitäne und Matrosen versuchten, mit selbstgebauten Papierbooten die markierte Wettkampfstrecke möglichst schnell und unbeschadet zu überstehen. Bei Hochwasser und besten Bedingungen ging in diesem Jahr mit sieben Booten ein starkes Feld an den Start und die jungen Skipper lieferten sich einen spannenden Kampf um den Sieg. Darunter waren auch drei Boote der Öömrang Skuul sowie der Kinderfachklinik Satteldüne. Anders als in den Vorjahren hatten die Bootsbauer im Vorfeld ganze Arbeit geleistet, denn trotz des harten Wettkampfes erreichten alle sieben Eigenbauten unbeschadet das Ziel am Steenodder Strand.

Mit Musik sollte das Fest ausklingen. Eigentlich, denn kurz nachdem der Amrumer Shantychor die Bühne geentert hatte, setzte ein großer Schauer mit sintflutartigem Regen ein. Binnen weniger Minuten fiel die Veranstaltung im wahren Wortsinn ins Wasser. Zwar versuchten die Musiker tapfer gegen Wind und Regen anzuspielen, sangen, nachdem die Technik ausgefallen war, sogar noch einige Lieder unplugged, mussten aber schließlich die weiße Flagge hissen und vor dem Wetter kapitulieren. Denn die Wassermassen waren in Lampen, Technik und Kabel eingedrungen, so dass an Livemusik oder die des für die Abendstunden eingeplanten DJ’s nicht mehr zu denken war. „Shantychor in schwerer See, aber zum Glück nur auf der Bühne“, nahm es Chorleiter Rüdiger Sokollek mit Humor. Und weiter: „Ein großer Teil des Publikums ging leider über Bord, konnte sich aber hoffentlich ans trockene Ufer retten.“ Da hatten sich bereits viele Besucher durchnässt auf den Heimweg begeben.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Aug.2016 | 12:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen