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Insel-Bote

11. Dezember 2016 | 15:01 Uhr

Föhrer Ferienprojekt : Strandkorbhalle wird zum Sommerlager

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ausflüge, Basteln und Hüttenbau: Inselkindern wurde eine tolle Woche geboten.

Für viele Kinder ist es der Höhepunkt der Sommerferien: Eine Woche voller Spiel und Spaß mit Freunden, bei der es nie langweilig wird. Das Föhrer Ferienprojekt, organisiert von den Verbänden Familie im Mittelpunkt, Lebenshilfe sowie Allgemeiner Sozialer Dienst, bietet mittlerweile seit über zehn Jahren fünf abwechslungsreiche Tage für Föhrer Kinder, die in der Sommersaison mit ihren Eltern nicht verreisen können,

Auch in diesem Jahr war der Andrang in der Strandkorbhalle in Nieblum groß. 46 Kids, darunter auch sieben aus Flüchtlingsfamilien, hatten sich angemeldet. Zwar etwas weniger als 2015, Ilke Jensen, die das Projekt schon seit etlichen Jahren betreut, berichtet aber, dass etliche Eltern noch nach Ende der Anmeldefrist gefragt hätten, ob ihr Kind noch teilnehmen könne.

Für die Grundschulkinder hatten die Organisatoren des Projektes wieder ein vielfältiges Programm zusammengestellt: Neben Aktionen wie nähen, werkeln oder spielen auf dem Spielplatz an der Strandkorbhalle oder am Strand standen viele Ausflüge im Angebot. So konnte man bowlen gehen, in Oevenum crossgolfen oder auch durch das Krankenhaus geführt werden. Ein Besuch des Museum Kunst der Westküste stand ebenso auf dem Ablaufplan wie Kerzenziehen in der Kerzenscheune und viele weitere Aktivitäten.

Wie im jedem Jahr gehörten der Besuch von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst auch dieses Mal wieder zu den Höhepunkten des Ferienprojekts, bei denen die Sechs- bis Zehnjährigen viel über die Arbeit der Beamten und Helfer lernen konnten.

Was den Kindern aber am meisten Spaß gebracht hätte, sei der Bau einer kleinen Hütte hinter der Strandkorbhalle. „Das ist deren ein und alles“, so Pamela Plett, die das Projekt auch in diesem Jahr wieder leitete. Und beim krönenden Abschluss der ereignisreichen Woche planten sogar einige der Kinder und jugendlichen Betreuer, in der Hütte zu übernachten, während der Rest in der Strandkorbhalle schlief. Zuvor gab es noch eine Schatzsuche mit Schatzkarte und, zur Stärkung, ein abschließendes Grillen.

Nachdem diese Übernachtungsparty in den letzten beiden Jahren wetterbedingt abgesagt werden musste, waren die Betreuer fest entschlossen, dieses Mal auf jeden Fall in der Strandkorbhalle zu schlafen. „Wir haben ja echt Glück mit dem Wetter und außerdem noch ein festes Dach über dem Kopf, das sollte also kein Problem sein“, so Ilke Jensen.

Für die Betreuer ist die Gemeinschaft unter den Kindern immer wieder beeindruckend: „Es ist toll zu sehen, wie sie trotz aller Unterschiedlichkeiten glücklich zusammen spielen. Das ist echt ein soziales Verhalten untereinander“, meint zum Beispiel Klaus Lorenzen. Der Vater hat selbst seine Kinder jahrelang zum Ferienprojekt angemeldet und war zudem seit Jahren Betreuer. Dieses Jahr ist damit aber Schluss: „Alle meine Kinder sind jetzt durch, da ist es an der Zeit, aufzuhören.“ Ilke Jensen wünscht sich, auch in Zukunft einen Mann unter den Betreuern zu haben. „Es ist gut jemanden zu haben, der die Kinder auch mal auf den Arm nehmen kann.“ Erwachsener Nachwuchs wird also dringend gesucht.

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