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Insel-Bote

23. März 2017 | 13:29 Uhr

erinnern an den widerstand : Solidarität mit den Tibetern

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Volksaufstand 1959: Auch auf Föhr und Amrum weht morgen die Flagge des zentralasiatischen Landes.

Bereits seit 1996 gibt es die Sympathiebekundung, bei der Städte, Gemeinden, Ämter und Landkreise in ganz Deutschland am 10. März die Flagge Tibets hissen. Erinnert wird an den tibetischen Volksaufstand von 1959, den die chinesische Besatzungsmacht blutig niedergeschlagen hatte, und die Opfer, die dabei ums Leben gekommen sind. Offiziellen chinesischen Angaben zufolge mehr als 87  000 Menschen.

Auch in diesem Jahr wird die Flagge vor öffentlichen Gebäuden auf Amrum und Föhr aufgezogen. Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus sieht die Menschen auf den Inseln und Halligen durch ihre besondere Insellage und Bedrohung durch Naturgewalten in einer besonderen Verbindung zum tibetischen Volk. Zudem „steht das Verlangen nach Freiheit und Unabhängigkeit sowie der Stolz auf die eigene Kultur im Einklang mit den Nordfriesen“.

Die gewaltlose, versöhnliche Politik des Dalai Lama ist hinsichtlich der Unterdrückung des seit 1950 verlorengegangenen Rechts des Volkes in dem einst souveränen Land in Zentralasien auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen, religiösen und nationalen Identität beeindruckend. Tibet gehört seitdem dem chinesischen Staatsverband an.

Der 10. März 1959 ging für das Volk in die Geschichte ein und lieferte den Hintergrund für den heutigen Tibet-Tag. Der Widerstand fand seinen Höhepunkt und die Tibeter erhoben sich in der Hauptstadt Lhasa gegen ihre Unterdrücker, die den Aufstand brutal niedergeschlugen. Der Dalai Lama floh ins Exil nach Indien.

Die Folgen der chinesischen Besetzung sind mehr als 1‚2 Millionen Tote durch Vertreibung, Haft, Folter oder Flucht; zudem wurden 6000 Klöster, Tempel und andere bedeutende Bauwerke zerstört. Heute leben mehr als 120  000 Tibeter aufgrund der politischen Verhältnisse außerhalb ihres Landes.

Die Tibet-Initiative Deutschland macht in einer Erklärung deutlich, dass die tibetische Exilregierung in Dharamsala und Sikyong Lobang Sangay, das neue politische Oberhaupt der Tibeter, betont hätten, weiterhin an der Politik des mittleren Weges festzuhalten. Das bedeutet sowohl eine echte Autonomie innerhalb des chinesischen Staatsverbands als auch das Festhalten und Suchen nach einer friedlichen Lösung des Tibetproblems. Weitere Informationen unter www.tibet-initiative.de.

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erstellt am 09.Mär.2015 | 13:15 Uhr

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