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Insel-Bote

06. Dezember 2016 | 22:47 Uhr

Nord-Süd-Dialog : Seit 40 Jahren gute Freunde

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Feuerwehren von Wrixum und Aub feiern Rubinhochzeit. Man trifft sich alle drei Jahre.

Rubinhochzeit zwischen zwei Feuerwehren feierte man in der fränkischen Stadt Aub. Die Partnerschaft der Freiwilligen Feuerwehren aus Aub und Wrixum besteht seit nunmehr 40 Jahren.

Es begann mit einem Schreiben einer Auber Feuerwehrfrau an die Wrixumer Wehr im Jahre 1976. In Aub habe man aus privaten Quellen erfahren, dass die Wrixumer Feuerwehr ein Jubiläumsfest feiere. Ob es da möglich sei, dass ein paar Auber Feuerwehrleute das Fest besuchen und ob die dortige Feuerwehr Quartiere, am besten bei Privatleuten, vermitteln könne, wollten die Auber damals wissen.

Es war möglich und eine Auber Delegation fuhr mit Privatautos in den Norden und fühlte sich auf der Insel gleich wohl. Seither besteht, zunächst zwischen den beiden Feuerwehren, eine rege Partnerschaft, die auch bald die Auber Stadtkapelle mit einbezog. Alle drei Jahre trifft man sich seither, abwechselnd in Wrixum und Aub.

„Es ist nicht die Regel, dass sich zwischen Urlaubern und ihren Gastgebern eine Freundschaft entwickelt, schon gar nicht, dass sich daraus kameradschaftliche Verbindungen zwischen zwei Feuerwehren entwickeln,“ stellte der Auber Kommandant Harald Krummrein fest. Er bedankte sich bei allen, die mitgeholfen hatten, die Freundschaft über die Jahre zu pflegen.

Bei jedem Besuch eine Herausforderung für beide Seiten ist es, ein Gastgeschenk auszusuchen. Die Auber überraschten ihre Kameraden in diesem Jahr mit einem aus Holz geschnitzten Hinweisschild „Aub – 742 km – Wrixum – 40 Jahre“. Die Föhrer antworteten mit einem Spanferkel und einem Vorrat an Getränken für eine zünftige Feier. Wrixums Wehrführer Thies Krüger nannte die Freundschaft mit Aub „eine tolle Sache, die super viel Spaß macht“.

Seit 15 Jahren besteht auch eine formelle Partnerschaft zwischen der Stadt Aub und der Gemeinde Wrixum. „Was als Freundschaft begann, ist längst familiär geworden“, freute sich der Auber Bürgermeister Robert Melber. Einige der Gäste, die er zum Jubbiläum begrüßen konnte, sind seit dem ersten Besuch jedes Mal mit dabei. Aber auch die eigentliche Begründerin der Freundschaft, Lisa Bangerter, die in den 1970-er Jahren wiederholt mit ihrer Familie auf Föhr Urlaub machte und dabei die ersten Kontakte knüpfte, war eingeladen worden.

Ein Mann der ersten Stunde ist auch der Föhrer Amtswehrführer Joachim Christiansen: „1976 – Aschi war dabei, damals noch als Jugendwart“, verkündete er. Er schilderte einige Höhepunkte der Besuche. So wusste er von einem Föhrer, der zusammen mit seiner Auber Gastgeberin morgens die Zeitung ausgetragen habe, und erinnerte an den legendären Trikottausch beim Auber Stiftungsfest, als er selbst dem damaligen Auber Stadtpfarrer auf der Bühne im Festzelt das T-Shirt abgenommen hatte und der Pfarrer plötzlich oben ohne dastand. Nur eines bedauert er: „Ein richtiges Aub-Wrixumer Brautpaar, das fehlt noch.“

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erstellt am 06.Okt.2016 | 07:30 Uhr

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