zur Navigation springen

Insel-Bote

04. Dezember 2016 | 19:28 Uhr

Auf amrum : Schlechtes Wetter – na und?

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Leuchtturm, Watt und Vögel gucken: Die Insel-Kinder ließen sich ihr Ferienprojekt vom Regen nicht vermiesen.

Fünf Tage Spiel und Spaß mitten in den Sommerferien, am Strand oder im Wald, rund ums Jugendzentrum kreativ sein, Spielplätze erobern, die Insel erkunden, während die Eltern den notwendigen Pflichten während der Hauptsaison nachkommen müssen – inzwischen ist das für viele Amrumer Schulkinder schon zu einem festen Bestandteil der Sommerferien auf der Insel geworden. Seit 2012 ermöglicht der Verein Lebenshilfe Sylt zusammen mit dem Diakonischen Werk Südtondern und dem Amt Föhr-Amrum Inselkindern im Alter von sechs bis 13 Jahren, kostenlos an einem Ferienprojekt teilzunehmen. In diesem Jahr waren 25 Kinder mit von der Partie – und: reichlich schlechtes Wetter. Doch dazu später...
An einem Tag besuchten die Kinder das Vogelwärterhäuschen im Naturschutzgebiet Amrumer Odde, das vom Verein Jordsand betreut wird. Nach und nach trafen sie ein, an der Kleidung klar zu unterscheiden in Pessimisten (Regenjacke schon an) und Optimisten (Regenjacke noch im Rucksack). Kaum waren sie beim Fahrradparkplatz am Naturschutzgebiet angelangt, traf auch schon die erste mütterliche Whats-App-Nachricht aus Nebel ein, dort gieße es in Strömen. Weitere Regenjacken wurden angezogen – in Erwartung, dass es wieder so schütten würde wie am Tag zuvor. Das hatte am Vortag zwar die Gruppe der früh aufgestandenen „Wattwanderer“ kein bisschen gestört, aber der Gruppe der „Leuchtturm-Erklimmer“ die Aussicht komplett vermasselt. Doch nach einer improvisierten Tea-time im WDR-Warteraum und dem gemeinsamen Spiel und Spaß am völlig vereinsamten Piratenschiff waren alle zum Tagesabschluss beim Mittagessen in der Jugendherberge längst mit Wetter und Programm versöhnt.

Bei Optimisten wie Pessimisten war die Stimmung also gleichermaßen gut und die ganze Gruppe wanderte lustig weiter zum Vogelwärterhäuschen, wo sie schon erwartet wurde und außer Projektleiterin Gudrun Hausmann von der Lebenshilfe noch keiner vorher gewesen war. Hier drehte sich bei einer vogelkundlichen Führung alles um Eiderenten, Brandgänse, Möwen, Austernfischer und allerlei Meeresgetier. Richtig spannend wurde es dann, als es mit den Ferngläsern auf die hohe Aussichtsplattform ging, wo man die Vögel genau beobachten konnte. Es gab ja soviel zu sehen und man konnte richtig weit gucken, bis Sylt und Föhr sogar bei dieser Wetterlage, und Richtung Süden? Naja...

Natürlich hatten die Optimisten Recht behalten und an der Odde kam kaum Regen runter. Und so blieb es denn auch am nächsten Tag, als diese gelungene Ferienwoche mit einer Schnitzeljagd zum Hafenspielplatz und dem Abschlussgrillen, gemeinsam mit Eltern und Geschwistern, zu Ende ging.

„Die Eltern haben uns immer großartig geholfen“, sagt Gudrun Hausmann und erwähnt auch die großzügigen Spenden von Amrumer Unternehmen und Institutionen. Auch ehrenamtlich tätige Amrumer Jugendliche und Erwachsene hätten in den fünf Jahren Ferienprojekt sehr zum Gelingen beigetragen durch ihre Hilfe bei der Betreuung und kreativen Angeboten. „Wir sind gespannt, was wir in den nächsten Jahren gemeinsam weiter erleben werden“, sagt Hausmann. „Die Kinder haben schon Wünsche geäußert: sie würden gern wieder Tipis bauen, am liebsten im Wald...“



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen