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Bilanz und Ausblick im Tourismus-ZWECKVERBAND : Schlafen im Strandkorb auf Föhr

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ab Mai 2017 können Gäste eine Honeymoon-Nacht am Föhrer Strand buchen. Neugestaltung der Webseite sorgt für höhere Zugriffszahlen.

Wyk Schlafen unter freiem Himmel, im Hintergrund das Rauschen der Nordsee: Ab Mai soll es auch auf Föhr drei Schlafstrandkörbe geben, verkündete Jochen Gemeinhardt, Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH, auf der jüngsten Sitzung des Tourismus-Zweckverbandes. Die Übernachtungen direkt am Strand sollen schon bald online buchbar sein.

„Es können nur einzelne Übernachtungen gebucht werden. Die Schlafstrandkörbe sollen keine Konkurrenz oder Ersatz für andere Unterkünfte werden, sondern die Möglichkeit einer Honeymoon-Nacht bieten“, betonte der FTG-Chef. In der Nähe der Schlafstrandkörbe müsse sich immer eine öffentliche Toilette befinden. Die Unterkünfte würden sauber gemacht. Der Gast müsse sich aber Schlafsack oder Decke selbst mitbringen. „Uns war wichtig, dass wir bei dem Thema mitspielen“, so Gemeinhardt.

Zudem blickte er auf das vergangene Jahr zurück. Der Relaunch des Online-Auftritts sei 2016 thematisch die größte Herausforderung für die FTG gewesen. „Wir haben diesbezüglich auch einige Kritik bekommen. Mit der Hilfe von Gästen und Insulanern konnten wir manches korrigieren und optimieren“, so der FTG-Geschäftsführer. Die Wirkung des Relaunchs spiegelt sich in den Zahlen wider. Die Anzahl der Seitenaufrufe habe sich von etwa 7,6 Millionen auf etwa 10,6 Millionen erhöht. Auch auf Facebook ist der Relaunch zu spüren. Die Anzahl der „Gefällt-mir“-Klicks stieg im vergangen Jahr um 29,46 Prozent auf insgesamt 14660. 2015 betrug die Abweichung zum Vorjahr nur 15,65 Prozent. „Zum 15000. „Gefällt-mir“-Klick planen wir eine Wochenend-Verlosung“, so Gemeinhardt.

Des Weiteren sei die FTG auch in diesem Jahr wieder auf zahlreichen Messen vertreten. „Im letzten Jahr sind mit Wien, Zürich und der Elbmeile drei weitere Veranstaltungen dazugekommen. In Wien und Zürich waren wir auch in diesem Jahr schon. Es lief noch besser als 2016“, informierte der Tourismus-Chef. Nach dem Abgreifen der Prospekte habe Sylt noch die Nase vorne. Aber gerade Gäste aus der Schweiz wären sehr an Föhr interessiert. Gemeinsam mit den Nordsee-Partnern wurde ein neuer Messestand eingeführt.

Die FTG machte im vergangenen Jahr zudem mit Großflächenplakatierung Werbung für die Insel. An Bahnhöfen, U- und S-Bahn-Stationen hingen Plakate mit dem Thema Familienurlaub auf Föhr. 2016 startete außerdem in Hamburg ein plakatierter Bus „Auf die Inseln, fertig, los: Amrum und Föhr!“ mit groflächigen Stimmungsbildern der Inseln, der drei Jahre lang durch die Hansestadt fahren soll. „Die Reaktionen darauf sind sehr positiv. Wir kriegen immer wieder mal E-Mails: Ich habe heute den Bus gesehen“, sagt Gemeinhardt. Generell zeigten die Zahlen, dass es sich mehr lohnt in größere Plakatierungen zu investieren.

 Das gemeinsame Projekt „Plastikfrei wird Trend“ mit dem BUND verlaufe ebenfalls gut. „Es ist ein gutes Marketinginstrument für die Inseln und findet positive Medienresonanz“, sagte der FTG-Geschäftsführer. So wurde das Projekt unter anderem von der Süddeutschen Zeitung aufgegriffen. Neben Müllsammelaktionen solle das Projekt durch die Kooperation mit Vermietern erweitert werden. Zudem wolle man auf ein paar Merchandiseprodukte verzichten. „Die friesischen Föhrer Schafsköttel sind nun plastikfrei auch im Glas erhältlich. Obwohl sie jetzt einen Euro mehr kosten, werden sie trotzdem gekauft“, sagte Gemeinhardt.

In Zukunft will die FTG auf Radiowerbung und Traffic-Boards verzichten, auch die Promo-Aktion für Deichlimo reduziere sich um die Hälfte auf 10000 Euro. Deshalb beträgt die reduzierte Gesamtsumme 68545,17 Euro für Aktionen 2017. Diese solle möglicherweise durch eine Erhöhung der Kurabgabe oder Überschüsse finanziert werden.

Der Fotowettbewerb „Schönste Stadt- und Dorfansichten gesucht“ läuft noch bis zum 28. Februar. Aus den Top 100 werden zehn Siegerfotos ausgewählt. „Wir können zum einen unser Bild-Archiv kostenlos aufstocken und zudem den Gast an die Insel binden“, so der FTG–Geschäftsführer.

Das Thema Tageskurabgabe wurde auf die nächste Sitzung verschoben. „Wir haben nur  einen Automaten – mehr Geld ist nicht da“, so Gemeinhardt. Man habe sich aber bereits in diese Richtung Gedanken gemacht, die Ideen will er nächstes Mal vorstellen.

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erstellt am 17.Feb.2017 | 12:30 Uhr

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