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Insel-Bote

28. März 2017 | 10:15 Uhr

Auf Föhr : Rotarier in Feierlaune

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Vor einem Vierteljahrhundert wurde das insulare Chapter gegründet. Dieses Jubiläum wurde im Alkersumer Museum Kunst der Westküste gebührend gefeiert.

Ein Vierteljahrhundert besteht der Wyker Rotary-Club in diesem Jahr. Anlass genug für die Mitglieder, dieses Ereignis gebührend zu feiern. Als festliches Ambiente diente „Grethjens Gasthof“ im Alkersumer Museum Kunst der Westküste; musikalisch umrahmt wurde die Jubiläums-Charterfeier von Bläsern der Föhrer Musikschule unter der Leitung von Wolfgang Philipp.

Der amtierende Präsident Dr. Hannsjochen Ziegler konnte zahlreiche Gäste begrüßen. Auch Ehrengäste, darunter Amtsdirektorin Renate Gehrmann und Amtsvorsteherin Heidi Braun sowie der Föhrer Gründungspräsident Nickels Peter Hinrichsen, der District-Govenor Frank Sonntag und Hauke Koller, aktueller Präsident des Föhrer Lions-Clubs. Koller trug ein Grußwort des Gründungspräsidenten der „Löwen“, Jakob Tholund, vor. Ebenfalls anwesend war Manfred Wissel von den Niebüller Rotariern. Dem befreundeten Club kommt eine besondere Rolle zu: Mit der Legitimation der Niebüller konnte der „RC Wyk auf Föhr der Inseln Amrum und Föhr“ 1991 gegründet und 1992 gechartert werden.

Die Idee hatten zwei altgediente Rotarier Ende der 1980-er Jahre. Felix Mügge aus Hanau lebte seit 1973 in Wyk und führte hier seit 1976 einen rotarischen Tisch. Der Föhrer Nickels Peter Hinrichsen, Rotarier in Kiel-Düsternbrook, kehrte 1989 als Pensionär nach Föhr zurück und wurde Gründungspräsident. 26 Mitglieder waren es anfangs. Ein Amrumer rotarischer Tisch wurde mit aufgenommen, der von Peter Koßmann geleitet wurde. Dieser gehörte mit dem Amrumer Dieter Kiosz zu den Mitgliedern der ersten Stunde.

Ziegler blickte zurück auf besondere Aktivitäten des Clubs, die sich insbesondere von denen der Großstädte unterscheiden. So stünden weniger Aktionen, die einen hohen finanziellen Aufwand erfordern, sondern Aktivitäten mit persönlichem Einsatz und praktischer Arbeit im Mittelpunkt. „Hands-on-Projekte“, so Ziegler, bei denen das rotarische Motto „Tu Gutes, aber sprich nicht darüber“ zwangsläufig auf der Strecke bleibe. Denn Aktionen wie der Bau einer neuen, sturmfesten Hütte für den Vogelwärter auf der Hallig Norderoog im Jahr 1996 etwa erregten öffentliches Interesse. Gleiches galt für die Versetzung einer historischen Scheune von Midlum auf das Gelände des Friesenmuseums oder die Teilnahme an der weltweiten Aktion „Polio plus“ von Rotary International zur Ausrottung der Kinderlähmung. Zudem fördert der Club seit Jahren die Föhrer Musikschule, den Hospiz- und den Krankenhausförderverein sowie Projekte der Schulen, Sportvereine oder Kindergärten.

Im Jubiläumsjahr legte man noch eine Schippe drauf. Nachhaltigkeit sei das Thema, so der Präsident in seiner Festrede, bei dem eine Mischung aus regionalen und überregionalen Aktivitäten im Mittelpunkt steht. So wird mit dem Projekt „Time is brain – Schüler lernen Leben retten“ den Klassen der Oberstufen der Eilun-Feer-Skuul der Umgang mit einem AED (automatischer externer Defibrillator) und die Durchführung der Herzdruckmassage vermittelt. Darüber hinaus wird das Projekt „Wasser für Ghana“ des Kinderhilfswerks Plan International unterstützt. Hier wird 19 Gemeinden und Schulen im Osten Ghanas geholfen, ihre elementaren Lebensgrundlagen zu verbessern.

„Wasser ist global vorhanden, aber ungerecht verteilt und nicht für alle gleichermaßen nutzbar“, betonte Hannsjochen Ziegler. Ein „zu viel“ oder „zu wenig“ bedeute Elend und Katastrophen. Wasser sei schützenswert, denn es würde über alle Maßen genutzt, verbraucht und verschmutzt. „Letzteres oft ohne zu wissen, wie viel Jahre es dauert, bis Plastikmüll verrottet.“ Zu diesem Thema hielt Professor Andreas Jess, Lehrstuhlinhaber für Chemische Verfahrenstechnik an der Universität Bayreuth, einen Festvortrag mit dem Titel „Virtuelles Wasser“.

Nach zahlreichen Grußworten klang die Feier am Buffet und mit lockeren Gesprächsrunden aus. Nächster Höhepunkt im Jubiläumsjahr soll ein Symphoniekonzert des „Collegium musicum“ der Musikschule Nordfriesland im Zusammenspiel mit der „Nordic Big Band“ im Juli in der Nieblumer St.-Johannis-Kirche sein.

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erstellt am 19.Mär.2017 | 15:30 Uhr

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