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Frühjahrs-Pflanzung : Pflege-Einsatz für den Amrumer Wald

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

75 Freiwillige sind ab heute wieder im Insel-Einsatz. Auch jugendliche Geflüchtete setzen sich für den Erhalt der Ökosysteme ein.

Von morgen, Sonntag, bis zum 1. April ist das Bergwaldprojekt erneut zu Gast zum Frühjahrseinsatz auf Amrum. 75 ehrenamtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland pflanzen unter professioneller Anleitung standortheimische Laubhölzer und pflegen bereits gepflanzte Kulturen auf der Nordseeinsel. In der Woche vom 19. bis 25. März sind Schülerinnen und Schüler der Gewerbeschule Freiburg im Rahmen der Bergwaldprojekt-Waldschule für die biologische Vielfalt im Einsatz.

Der Orkan Christian hatte im November 2013 größere Schäden im Altwald der Insel hinterlassen. Die Freiwilligen leisten einen persönlichen Beitrag zum Erhalt des Waldes und zum ökologischen Umbau der Bestände. Eine Besonderheit der Waldschulwoche vom 19. bis 25. März bietet die Überschneidung von sozialen und ökologischen Fragestellungen: Die Schülerinnen und Schüler aus Freiburg sind jugendliche Geflüchtete, die sich für den Erhalt der Ökosysteme auf Amrum einsetzen.

Finanziert wird der Einsatz mit den erwachsenen Teilnehmenden über die Kooperation mit dem Hamburger Versandhandelskonzern Otto, der den naturnahen Waldumbau auf der Insel Amrum schon seit einigen Jahren unterstützt. „Das Projekt ist Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir engagieren uns zusammen mit dem Bergwaldprojekt für den ökologischen Waldumbau auf Amrum, um ein Beispiel zu geben, dass gemeinsames gesellschaftliches Handeln für den Erhalt der natürlichen Grundlagen möglich ist“, erklärt dazu die zuständige Otto-Abteilungsleiterin Anja Dillenburg.

Unter Anleitung der Projektleiter Christoph Wehner und Sebastian Hiekisch und unter der Regie von Bezirksförster Walther Rathkens werden die Freiwilligen vor allem standortheimische Laubhölzer, wie zum Beispiel Buche, Eiche, Hainbuche und Bergahorn, in den Sturmwurfflächen pflanzen und Pflegemaßnahmen in älteren Kulturen durchführen.

Die Freiwilligen sind auch bei diesem Einsatz wieder in Norddorf untergebracht und fahren mit Fahrrädern zum Einsatz. Neben der körperlichen Arbeit wird viel Wissenswertes über die Zusammenhänge im Wald und die Abhängigkeit des Menschen von den natürlichen Lebensgrundlagen vermittelt. Auch der kulturelle Hintergrund kommt mit dem Besuch des Öömrang Hüs nicht zu kurz.

Das Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr mehr als 2000 Menschen in die Natur. 2017 finden 100 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt, 14 dieser Wochen werden im Rahmen der Waldschule für die biologische Vielfalt in Kooperation mit Bildungseinrichtungen durchgeführt.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.

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erstellt am 12.Mär.2017 | 10:00 Uhr

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