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Insel-Bote

10. Dezember 2016 | 07:57 Uhr

in Norddorf : Odde kann nicht umrundet werden

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zwischen Föhr und Amrum wird ein neues Seekabel verlegt. Wegen der Anschlussarbeiten ist der Oodwai bis Mitte August gesperrt.

Im Zuge der Baumaßnahme zur Verlegung eines neuen Seekabels zwischen Föhr und Amrum ist der östliche Zugang zur Nordspitze seit gestern gesperrt. Grund sind Verlegearbeiten im Landbereich, um das 20  000-Volt-Stromkabel an die Ortsnetzstationen in Norddorf auf Amrum und Utersum auf Föhr anzubinden.

Wie die Pressesprecherin Schleswig-Holstein Netz AG, Christina Pinnow, erklärt, investiert das Unternehmen über zwei Millionen Euro in die Stromversorgungssicherheit der Insel Amrum. Das ältere der beiden Seekabel, das bereits 1944 zwischen den Inseln verlegt wurde, wird aus Altersgründen ersetzt.

Im Verlauf dieser Maßnahme erfordert die Sicherheit an der Baustelle eine Sperrung des Oodwais ab dem Teerdeich bis zum Zugang zum Vogelwärterhäuschen des Vereins Jordsand. Die beliebte Umrundung der Amrumer Odde wird somit in den nächsten dreieinhalb Wochen nicht möglich sein. Die Spaziergänger müssen in dieser Zeit über die Westseite zur Odde wandern.

„Wir wissen um die Brisanz der Sperrung des östlichen Zugangs der Nordspitze“, erklärt Projektleiter Karsten Reimer. „Uns wurden aber enorm hohe naturschutzrechtliche Auflagen für diese Maßnahme im Wattenmeer auferlegt. So wurde uns ein festes Zeitfenster für die Arbeiten zugeteilt“. Aus Rücksicht auf Brutzeiten dürfe die Verlegung zudem nur in der Zeit von Mitte Juli bis Ende September erfolgen. Verschiedene Natur- und Küstenschutzbehörden sowie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mussten dem neuen raupengesteuerten Kabelverlegeverfahren zustimmen.

„Die Kabelverlegung an Land verläuft unabhängig von der des 4,5 Kilometer langen Seekabels“, verdeutlicht der Projektleiter. Mittels des Horizontalbohrspülverfahrens und des klassischen Aufgrabens wird das Kabel in einer Tiefe von einem Meter eingebracht. Wie schnell die Verlegearbeiten vorangehen, hängt maßgeblich vom Wetter ab. „Regen oder gar Gewittergüsse wären sehr hinderlich und würden die Arbeiten in dem losen Untergrund erschweren“, so Karsten Reimer.

Die Amtsverordnung zur Sperrung des Oodwais gilt vorerst bis einschließlich 16. August. Tourismuschef Frank Timpe graut es vor dieser Sperrung zur Kernzeit des Fremdenverkehrs auf der Insel. Er hofft, dass die Arbeiten gut vorankommen, damit Spaziergänger und die Wattwanderer zwischen Amrum und Föhr den Weg bald wieder ungehindert nutzen können.



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