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Insel-Bote

07. Dezember 2016 | 19:21 Uhr

Hafenausschuss in Wyk : Neuer Anlauf mit alten Plänen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Schon vor Jahren Thema und wieder aktuell: Die marode Mittelbrücke soll saniert und attraktiver werden.

Einstimmig hat der Wyker Hafenausschuss beschlossen, das Thema Mittelbrücke wieder auf die Tagesordnung zu heben. Zuvor hatte Ulrich Koch, Geschäftsführer des Hafenbetriebs, das Gremium über den schlechten Zustand unterrichtet und ein deutliches Fazit gezogen: „Die Brücke ist marode, grundsätzlich muss über eine Sanierung oder über einen Neubau nachgedacht werden.“ Eine Einschätzung, die von den Ausschussmitgliedern geteilt wurde, die quer durch die Parteien ihre Zustimmung signalisierten.

Damit ist ein Thema wieder aktuell, das bereits 2010 heiß diskutiert und 2011 für unbestimmte Zeit zu den Akten gelegt worden war. Denn der Ausbau hatte für kontroverse Diskussionen gesorgt, in denen insbesondere die Notwendigkeit und die Finanzierbarkeit von vielen in Frage gestellt worden war. Nun kommen die alten Pläne wieder auf den Tisch. Fünf Meter soll die Brücke mindestens breit sein, hatten diese damals vorgesehen, die Höhe sollte maximal 0,80 Meter über der jetzigen Brücke im unteren Bereich liegen. Für das Material war hochwertiges Holz vorgesehen, für die Unterkonstruktion kamen aus damaliger Sicht Stahl, Stahlbeton oder Holz in Betracht. Und: „Im Niveau darf die Seebrücke variieren“ hieß es, um verschiedene Nutzungsarten zu ermöglichen.

All dies soll auch in dem neuerlichen Anlauf umgesetzt werden – mit einer Ausnahme: Seinerzeit schwebte den Kommunalpolitikern eine Verlängerung der Mittelbrücke von derzeit rund 110 Metern auf zirka 250 Meter vor. „Viel zu lang“, waren sich die Mitglieder des Hafenausschusses einig, die allerdings darauf hinwiesen, dass Ausflugsschiffe und historische Segelschiffe künftig die Möglichkeit haben sollten, hier anzulegen. Dies steigere in nicht unerheblichem Maß die Attraktivität für die Gäste.

Und eine Touristenattraktion könnte das Bauwerk in vielerlei Hinsicht werden. Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG) verwies auf Brücken in anderen Urlaubsregionen und nannte Sellin. Ein Blick genüge, und jeder bringe sie mit dem Ort in Verbindung. Ein Alleinstellungsmerkmal, das man auch für Wyk anstreben sollte, etwa durch eine besondere Beleuchtung. Dass er sich auch eine Restauration vorstellen könne, betonte Holger Frädrich (SPD), der aber auch einräumte, dass derartige Pläne an der Finanzierbarkeit scheitern könnten.

Nur zum Flanieren einladen soll die neue Wyker Seebrücke nach den Vorstellungen des Gremiums in keinem Fall. Immerhin sahen die alten Pläne Bade- und Angelplattformen sowie einen Sportbootanleger vor. Und auch die DLRG-Station soll nach wie vor hier ihren Platz finden.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 21:15 Uhr

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