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Insel-Bote

10. Dezember 2016 | 12:01 Uhr

In Wrixum : Neue Speicher für das Wasserwerk Föhr-Ost

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Nach 45 Jahren: Der Wasserbeschaffungsverband Föhr investiert in die Zukunft.

45 Jahre haben die beiden Trinkwasserspeicher beim Wasserwerk Föhr-Ost in Wrixum inzwischen auf dem Buckel. „Nach einer solch langen Nutzungsdauer stand eine Sanierung der Behälter an“, ist vom Geschäftsführer des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV), Dr. Hark Ketelsen, zu erfahren. Ein Gutachter untersuchte die beiden Stahlbeton-Behälter, die nicht mehr hundertprozentig dicht sind, und kam zum Ergebnis, dass deren Sanierung den Verband rund 750  000 Euro kosten würde. „Wir haben dann überprüfen lassen, ob ein Neubau sinnvoller wäre“. 1,15 Millionen Euro müssen dafür aufgewandt werden, wobei der WBV neue Speicher aus Edelstahl bekommen soll, die den aktuellen Ansprüche genügen. Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten eines Neubaus, der im Sommer dieses Jahres mit der Erstellung einer neuen Halle am Wasserwerk eingeleitet wurde. Inzwischen sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass zur Zeit in der Halle des Estrich gelegt werden kann, der genau mit den Stahlschienen abschließt, auf denen die künftigen Wassertanks ruhen werden.

Ostern 2017, so die Planung, soll die Baumaßnahme beim Wrixumer Wasserwerk abgeschlossen sein. Die zwei neuen Speicher, die bei einem Durchmesser von zwölf Metern und einer Stauhöhe von knapp sieben Metern ein Fassungsvermögen von jeweils 750 Kubikmeter Wasser haben werden, sind praktisch gleich wie die etwas kleineren Edelstahlbehälter, die beim Hedehusumer Wasserwerk Föhr-West vor etlichen Jahren erstellt wurden, als nach der Schließung der Denitrifikationsanlage die Speicherkapazität erhöht werden musste. Der WBV hat nach Auskunft seines Geschäftsführers mit diesen Stahlbehältern beste Erfahrungen gemacht. „Diese Tanks garantieren dank ihrer glatten Oberfläche große Reinheit, die eine Keimzahl ermöglicht, die fast bei Null liegt und die Edelstahlbehälter sind praktisch unbegrenzt haltbar“, lobt Ketelsen. Der Edelstahl macht auch die Fliesen überflüssig, mit denen die aktuellen Speicher ausgestattet sind. Die Fugen stellten nämlich eine ständige Gefahr dar, dass Undichtigkeiten entstehen.

Erstellt werden die neuen Behälter mit dem gleichen Verfahren, das bereits in Hedehusum angewandt wurde. Eine Fachfirma aus Ravensburg hat nämlich ein eigenes Verfahren entwickelt, das es möglich macht, an Ort und Stelle vollautomatisch die Behälter zu schweißen. Dabei werden vorgefertigte, 75 Zentimeter breite Stahlbänder fortlaufend zusammengeschweißt, was nicht gerade geräuscharm vor sich geht. Bei diesem Verfahren sind die Schweiß-Module fest aufgebaut und der Tank, der von oben nach unten entsteht, dreht sich mit der Geschwindigkeit von einem Meter in der Minute um die eigene Achse. Zum Abschluss sinkt der fertige Tank auf die Bodenplatte, mit der er verschweißt wird und der Wasserspeicher kann in Betrieb gehen.

Die Speicher sind unverzichtbare Bestandteile des Wasserwerkes. „Sie machen es möglich, Bedarfsschwankungen auszugleichen und stellen sicher, dass beim Ausfall von Brunnen keine Lücken in der Versorgung entstehen“, sagt Ketelsen.

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erstellt am 04.Nov.2016 | 12:15 Uhr

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