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Insel-Bote

08. Dezember 2016 | 15:22 Uhr

Preis für Insel-Umweltschützer : Natürliche Lebensgrundlage erhalten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die BUND- Inselgruppe Föhr-Amrum wird für ein beispielhaftes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Vom „Erlebnis Schöpfung“ in Nordrhein-Westfalen bis „Tu Hus is best“, einem Programm für Fledermäuse auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Schleswig-Holstein, reichen die Auszeichnungen für beispielhafte Projekte der UN-Dekade Biologische Vielfalt. In den Reigen der für ihr Vorhaben Ausgezeichneten kann sich nun auch die Inselgruppe Föhr-Amrum des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) einreihen. Für ihr Projekt „Plastikfrei wird Trend“ erhielten die insularen Umweltschützer diese Auszeichnung, die vom Vorsitzenden des BUND Deutschland, Dr. Hubert Weiger, im Namen der deutschen Geschäftsstelle der UN-Dekade in Hürth überreicht wurde. Auch der schleswig-holsteinische Geschäftsführer, Ole Eggers, war nach Föhr gekommen, um an der Feststunde in den Wyker Räumen des BUND teilzunehmen. Eröffnet wurde dieses Beisammensein von Annemarie Lübcke, der Vorsitzenden der Föhr-Amrumer Dependance.

„Die biologische Vielfalt nimmt weltweit und auch in Deutschland stark ab“, dies ist auf der Internet-Seite dieser Aktion zu lesen. Um diesen überwiegend durch menschliches Handeln bedingten Rückgang aufzuhalten, haben, wie mitgeteilt wird, die Vereinten Nationen die Jahre von 2011 bis 2020 zur „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgerufen. Im Rahmen dieses Jahrzehnts finden in Deutschland verschiedene Aktivitäten statt, um mehr Menschen für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren. „Am Ende des Jahrzehnts sollen mehr Menschen wissen, was biologische Vielfalt ist, warum wir sie brauchen und wie jeder etwas dazu beitragen kann, sie zu erhalten“.

Das Projekt „Plastikfrei wird Trend“ soll zur Verringerung und Vermeidung dieses Materials im Alltag beitragen. Das Ziel dabei ist, den Plastikmüll im Meer zu verringern, der eine Vielzahl von Lebewesen gefährdet. Dies betonte Annemarie Lübcke, wobei sie und Projektmanagerin Angela Ottmann kurz die einzelnen Projekte vorstellten. Die Vorhaben reichen vom Aufstellen der Strandmüllboxen über Strandreinigungen bis zu den Aktionen an den regelmäßigen plastikfreien Tagen.

„Das Projekt zeigt, welche vielfältigen Handlungsmöglichkeiten es gibt“, betonte Hubert Weiger in seiner Laudatio. „Dort, wo Plastik Probleme bereitet, müssen wir es ersetzen“. Der BUND-Vorsitzende würdigte das Vorhaben, das sich in seiner ersten Phase auf die Insel Föhr und die Hallig Hooge erstreckt, als wichtiges Experimentierfeld in einem abgeschlossenen Raum. Hier könne man nicht nur die Insulaner, sondern auch die Urlauber sehr viel besser erreichen, als in einem unbegrenzten Umfeld.

Neben der Urkunde und einer Plakette konnte Annemarie Lübcke auch einen „Vielfalt-Baum“ entgegennehmen. Laut einer Pressemitteilung des BUND steht dieser Baum symbolisch für die bunte Vielfalt und Schönheit der Natur, zu deren Erhalt das Projekt „Plastikfrei wird Trend“ einen Beitrag leisten will.

Die Gäste vom Festland sollten aber an diesem Tag nicht nur die Theorie, sondern bei einer Exkursion auch die Praxis auf Föhr erleben. Gerade für den Bundesvorsitzenden Weiger, der als Bayer eher die Berge gewöhnt ist, war dabei der Blick über den Strand eine ganz besondere Erfahrung. Alle Projekte, die im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet sind, werden online unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 20:45 Uhr

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