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Insel-Bote

08. Dezember 2016 | 13:02 Uhr

In Wyk : Mit Uniform und Aktentasche

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Herr Holm amüsierte das Publikum in der Nationalparkhalle. Es war der zweite Auftritt des Komikers auf der Insel.

Schlackernde Arme, eine etwas zu große Uniform, dazu eine dicke Hornbrille und der typische Hamburger Slang: Herr Holm ist einfach unverkennbar. Der unkonventionelle Polizist, wie immer auf dem analogen Stand der Dinge, begeisterte in der Nationalparkhalle das Publikum und zauberte dem einen oder anderen ein breites Schmunzeln ins Gesicht.

Ob er nun einigen Besuchern im Gespräch die Worte im Mund umdrehte, den Zuschauern die innovativen Funktionen seines „High-Tech“-Polizeitresens erklärte oder als Bauchredner mit Puppe über die Besuche in der Schule philosophierte: Zu lachen, gab es immer etwas. Zum Beispiel, als er ältere Menschen mit alten Autos verglich, überzeugend eine Frau in der Umkleidekabine beim Shoppen imitierte oder klischeehaft über die Eigenheiten sowohl des eigenen, als auch des anderen Geschlechtes referierte.

Als Herr Holm dann zum Schluss auch noch einen aktiven Drogentest live auf der Bühne durchführte, hatte der Abend seinen Höhepunkt erreicht.

Für Dirk Bielefeldt, Holms eigentlicher Name, war es der zweite Auftritt auf der Insel: „An den ersten kann ich mich nur noch dunkel erinnern.“ Von der Schönheit Föhrs war er dieses Mal ein bisschen überrascht.

Das Programm mit der Überschrift „Die Klassiker“ war eine Auswahl von Sketchen aus 25 Jahren Herr Holm. „Es gibt natürlich weit mehr Nummern, aber die brauchen dann mehr Equipment und mehr Platz, deshalb passte das jetzt so ganz gut“, erklärt Bielefeldt die Auswahl seiner Gags.

Nach so langer Zeit auf der Bühne sitzt bei Bielefeldt eigentlich jeder Satz. „Es ist wirklich wenig Improvisation, man hat sie dafür einfach schon zu häufig gespielt. Wenn dann aber etwas Besonderes passiert oder ich den Text vergesse, muss man darauf natürlich reagieren.“

Die Figur Herr Holm wurde auf der Straße geboren. Als Straßenschauspieler wollte er die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich ziehen, wozu sich die Figur des Polizisten natürlich besten eignet: „Man muss dann nur zu lange in den Mülleimer gucken und wird von den Leuten beachtet. Man steht dann unter besonderer Beobachtung“, erklärt Bielefeldt.

Aus diesen Anfängen auf der Straße entstand dann die Kultfigur Herr Holm. Inzwischen modisch im Polizei-Blau gekleidet, belehrt er immer wieder sein Publikum über die neuesten Verhaltensregeln.

In Wyk hatte er damit durchaus Erfolg. Bielefeldt: „Es war ganz gut. Das Publikum hätte natürlich aktiver sein können, aber ich habe auf den Gesichtern ein breites Lächeln gesehen. Den Leuten hat es also Spaß gemacht.“

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