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Neuerwerbung : Meins! Ein Jochen Hein für Alkersum

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Frederik Paulsen junior kauft Jochen Heins zentrales Werk für das Museum Kunst der Westküste. Dort wird es noch bis zum 8. Januar gezeigt.

Verkauft – gekauft! Der Künstler Jochen Hein hat für sein fünf Meter langes Nordsee-Triptychon mit dem Museum Kunst der Westküste (MKDW) einen Hafen gefunden, wie er ihn sich immer gewünscht hat.

Im Gegenzug konnte das Alkersumer Museum seine Sammlung mit einem der eindrucksvollsten Meerbilder zeitgenössischer Malerei bereichern. Denn durch die Zustiftung von Professor Frederik Paulsen junior wird das Werk nach Ausstellungsende im Museum verbleiben können. „Für uns, die wir uns auf das Generalthema Meer und Küste spezialisiert haben, ist das Bild wirklich die ideale Ergänzung“, zeigt sich Museumsdirektorin Ulrike Wolff-Thomsen hoch erfreut.

Das genau 5,40 Meter lange Gemälde zeigt dreigeteilt eine wild schäumende Meeresoberfläche, in die das Licht sowohl frontal als auch von links und rechts flutet. Das Bild empfängt derzeit die Besucher der aktuellen Ausstellung „Jenseits der Zeit“, in der Hein seine eigenen Bilder einer von ihm getroffenen Auswahl aus der umfangreichen Sammlung des Hauses aus den Jahren 1830 bis 1930 gegenüberstellt. Zusätzlich wird im MKDW noch Heins Soloausstellung „Über die Tiefe“ gezeigt.

Für den aus Husum stammenden 55-jährigen Künstler, der in Hamburg lebt, hatte das Werk immer zentrale Bedeutung. „Mein Opus magnum“, sagt Jochen Hein. „Bei dem Bild war es mir einfach nicht egal, wo es hingeht. Es muss eine Wirkung entfalten können und es sollte einen Sammlungszusammenhang haben“, sagt Hein im Rückblick auf Käuferanfragen.

„Sollten wir irgendwie in der Lage sein, ein Werk von Jochen Hein zu erwerben, dann das“, sagte Wolff -Thomsen, die schon bei der Vorstellung des Jahresprogramms Anfang 2016 ein Auge auf die Bildgewalt der „Nordsee“ hatte. „Sollte ich mich je durchringen, dieses Werk zu verkaufen, dann an dieses Haus“, meinte Hein im Gegenzug.

Er hatte das Gemälde 2003 für eine Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle geschaffen. Danach behielt Hein es bei sich im Hamburger Atelier. „Das Werk hat so viel mit mir zu tun“, sagt Hein, „dafür wollte ich immer einen ganz speziellen Ort – und nicht irgendeine Wand.“

Den Ort hat er jetzt gefunden. Derzeit dominiert das Triptychon die Stirnwand des großen Ausstellungssaals.

Das Museum, das selbst keinen Etat hat, erfährt durch den Stifter und Gründer Frederik Paulsen junior regelmäßig eine Erweiterung seiner Sammlung. Es hat in den letzten Jahren auch immer wieder Zustiftungen von Dritten und aus dem Kreis der Freunde, Förderer und Partner gegeben.

„Wir werden Jochen Heins Arbeit auf jeden Fall weiter verfolgen“, sagt Wolff-Thomsen. „Und die ‚Nordsee‘ immer wieder in verschiedene Ausstellungen einbetten.“

Die Neuerwerbung ist noch bis zum 8. Januar 2017 im Museum Kunst der Westküste zu sehen. Dort findet am 7. Januar von 15 bis 17 Uhr der letzte „Artist Talk“ mit Jochen Hein statt.

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