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Insel-Bote

03. Dezember 2016 | 03:32 Uhr

Tourismus : Mehr Gäste im November

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auch in der kalten Jahreszeit kommen Touristen auf die Inseln. Hier stehen Erholung und Wellness im Fokus.

Bei einem Spaziergang am Strand die frische Nordsee-Brise genießen, danach lockt ein warmer Saunagang oder ein spannendes Buch auf dem Sofa: Auch im regnerischem November treibt es Touristen auf die Inseln Amrum und Föhr.

„Jetzt sind es hauptsächlich Erholungssuchende, die die Ruhe auf der Insel genießen“, erklärt Ann-Kathrin Meyerhof von der Föhr Tourismus GmbH (FTG). Bei vielen Gästen stehen die Erholung vom Alltag und Wellness im Fokus. Die Zahlen zeigen, dass insbesondere die Unterkünfte mit einer Sauna oder Wellness-Anbindung gebucht werden.

Auch das Gesundheits- und Erholungsangebot des Wellenbades ist gut besucht. In Sauna und Schwimmbad verteilt sich der Betrieb über den Tag. „Aber besondere Anwendungen, wie die Hot-Stone-Massage, sind nahezu ausgebucht“, sagt Meyerhof.

Im Sommer waren es noch Zehntausende Gäste, zur kalten Jahreszeit kommen nur noch wenige Tausend. „Im August letzten Jahres hatten wir etwa 35  000 Touristen auf Föhr, im November waren es nur noch 3500 Gäste“, bestätigt Meyerhof. Laut einer kurzen telefonischen Umfrage bei zehn Hotels und Vermiet-Agenturen auf Föhr sind die Buchungszahlen vergleichbar mit denen vom letzten Jahr – vielleicht sogar leicht darüber. „Viele Gäste buchen kurzfristig, die meisten bleiben für vier Tage oder ein verlängertes Wochenende. Es gibt aber auch Leute, die gleich für zwei Wochen buchen“, sagt Meyerhof.

Bei der Auswahl der Unterkunft spielt die zentrale Lage eine große Rolle. Viele Touristen wohnen in Wyk oder Nieblum. Einige suchen aber auch die Abgeschiedenheit im Inland.

„Manche Eigentümer wohnen in den Wintermonaten selbst in ihren Ferienhäusern und -wohnungen. Einige nutzen die Zeit für Renovierungen“, erklärt Meyerhof. Es gebe auch Handwerker, die im Winter auf der Insel arbeiten und in den Ferienwohnungen unterkommen.

„Rund zehn Prozent der jährlichen Übernachtungen werden zwischen November und Februar generiert“, sagt Frank Timpe, Chef der Amrum-Touristik. Die Leute buchen nicht nur für Weihnachten, Neujahr und Biikebrennen. Sie versprechen sich im November ein anderes Naturerlebnis. „Viele genießen einen Strandspaziergang bei Sturm. Sie wollen die Natur hautnah spüren“, sagt Timpe.

Im November 2015 kamen rund 3000 Touristen nach Amrum, insgesamt wurden 35  000 Übernachtungen gebucht. Die Auswahl der Unterkunft sei oft von der Aufenthaltsdauer geprägt. „Kurzurlauber, die ein Erholungswochenende planen, kommen oft in Hotels unter, wo der Wellness-Bereich gleich integriert ist“, erklärt Timpe. Laut der Amrumer Gäste-Übernachtungsstatistik seien aber auch Wohnungen und Häuser beliebt.

„Die Touristen im November sind zwar immer noch ein überschaubarer Anteil der Jahresbilanz“, sagt Timpe. „Aber wir stellen fest, dass auch die dunklere und kältere Jahreszeit für die Gäste immer attraktiver wird.“

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erstellt am 16.Nov.2016 | 08:00 Uhr

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