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Insel-Bote

06. Dezember 2016 | 11:21 Uhr

Manhattan

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Normalerweise ist alles, was in Föhr auf den Tisch kommt, frisch aus dem Meer oder frisch von der Insel. So kann man es auf einer nordfriesischen Insel erwarten – und so steht es auch auf der Föhrer Internetseite unter „Kulinarik und Genuss“. Schon bei dem Gedanken an fangfrischen Fisch, schmackhafte Föhrer Muscheln oder zartes wie traditionelles Föhrer Salzwiesenlamm läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Als Ambiente eine urige Friesenkate unter reetgedecktem Dach. Und ich mag gar nicht an die vielen weiteren traditionellen friesischen Gerichte denken.
Was mir auf den ersten Blick nicht einleuchtet und eher „amerikanisch“ vorkommt, ist das Föhrer Nationalgetränk mit dem alles andere als friesischem Namen „Manhattan“. „Was, Sie haben noch keinen Manhattan getrunken?“, fragt uns die nette Kellnerin aus „Grethjens Gasthof“ im Museum Kunst der Westküste in Alkersum. Und ehe wir uns versehen, haben wir alle ein Likörglas in der Größe zwischen Schnappspinchen und Weinglas in der Hand. Der gekühlte Inhalt lächelt uns mit seiner dunkelroten Farbe an, als Krönung schwimmt eine aufgespießte Cocktailkirsche im Glas. „Prost!“ – der Geschmack ist kräftig und lässt Hochprozentiges vermuten.
Der Manhattan ist von zurückkehrenden Amerika-Auswanderern auf die Insel gebracht worden. In Übersee kursieren verschiedene Rezepturen des beliebten Cocktails, der klassische Föhrer Manhattan besteht aus je einem Drittel Bourbon-Whisky, rotem und weißem Wermut sowie der unverzichtbaren Cocktailkirsche. Und ganz wichtig: „Der zweite Manhattan darf niemals ins erste Bein rutschen, sonst humpelt man“, warnt die Kellnerin vor dem zweiten Cocktail.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 22:41 Uhr

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