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Insel-Bote

05. Dezember 2016 | 01:36 Uhr

In Nieblum : Luxushotel rückt in greifbare Nähe

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Gemeindevertretung bringt das Baurecht für das geplante Wellness-Resort auf den Weg. Wann mit dem Bau begonnen wird, ist noch nicht klar.

„Der geänderte Entwurf zeigt ein Hotel, das bautechnisch zu Nieblum passt.“ Bürgermeister Friedrich Riewerts und seine Gemeindevertreter konnten sich inzwischen mit den Planungen für ein Hotel der Kategorie „vier Sterne Plus“ anfreunden und haben bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig die Aufstellungsbeschlüsse für eine Vorhaben bezogene Änderung des Bebauungs- sowie des Flächennutzungsplanes für den Bereich östlich der Strandstraße zwischen Meedsweg und Landesschutzdeich gefasst.

Die ursprüngliche Planung hatte die Nieblumer nicht überzeugen können. Zu groß und dem Nieblumer Ortsbild zu wenig angepasst war das Projekt vorgesehen gewesen. Das Gebäude wurde darauf hin vom Planer verkleinert und gestalterisch gegenüber dem ersten Entwurf verändert.

Auf einem Areal von rund 9000 Quadratmetern am Nieblumer Ortsrand soll ein Hotel mit 121 Zimmern und Suiten, einem rund 1300 Quadratmeter umfassenden Wellness- und Spa-Bereich sowie einem Restaurant, einem Café und Tagungsräumen entstehen. Als Gästekreis dieses Wellness-Hotels sollen laut Konzept gesundheitsbewusste Menschen angesprochen werden, „die kurzfristig Erholung mit einem sehr guten Service suchen und zu schätzen wissen. Die Gäste wollen verwöhnt, nicht versorgt werden“.

Nach Überzeugung von Bürgermeister Riewerts birgt dieses Projekt nicht nur als Hotel Vorteile für seine Gemeinde. Gerade der Spa- und Wellnessbereich mit Saunen, Pools sowie Massage- und Kosmetikkabinen, der das ganze Jahr über geöffnet sein wird, soll nämlich auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Dazu gehört schließlich auch ein Fitnessbereich im zweiten Obergeschoss.

Damit könnte, so Riewerts, ein Lücke im Angebot des Nordseebades geschlossen werden, zumal das Restaurant mit etwa 150 Sitzplätzen ganzjährig geöffnet sein soll. Dabei wird Wert gelegt auf regionale Küche und die Verwendung einheimischer Produkte. Auch der Umweltschutz wird bei der Planung mit einem innovativen Wärme- und Energiekonzept berücksichtigt.

Zusätzlich ist der Bau eines Personalhauses mit 20 Appartements für die Angestellten des Hotels vorgesehen. So wird der Tatsache Rechnung getragen, dass bezahlbarer Wohnraum für Einheimische auf der Insel Föhr recht rar ist.

Mit diesem Entwurf hatten sich die Gemeindevertreter dann befasst, und so wurde im April ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, sowie Regelungen getroffen, die einen dauerhaften Betrieb des Hotels und die öffentliche Nutzung des Wellness- und Spa-Bereiches sicherstellen.

Da das vorgesehene Areal östlich der Nieblumer Strandstraße bisher teilweise als Wohngebiet sowie hauptsächlich als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist, muss nun auch der Flächennutzungsplan der Gemeinde für diesen Bereich in ein „Sondergebiet Hotel“ umgeändert werden. Damit soll verhindert werden, dass in der Baulücke zwischen den bestehenden Gebäuden und dem Personalhaus weitere Häuser entstehen können.

Während die verwaltungstechnische Betreuung des Vorhabens vom Amt Föhr-Amrum übernommen wird, ist die Erstellung der Planungsunterlagen die Aufgabe des Vorhabenträgers. Friedrich Riewerts bestätigt zwar in diesem Zusammenhang, dass nicht nur der Investor, sondern auch der Betreiber des Hotels feststehen, doch will er noch keine Namen nennen. Auch der Zeitplan für die Verwirklichung des Projektes ist noch nicht konkret festgelegt. Zunächst gelte es, die Änderung der Pläne auf den Weg zu bringen sowie die notwendigen Genehmigungen für das Projekt zu erhalten. Dabei seien Verzögerungen nie auszuschließen.

Laut des von den Nieblumer Gemeindevertretern gebilligten Aufstellungsbeschlusses sollen die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung den Einwohnern im Rahmen einer öffentlichen Anhörung vorgestellt werden.


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erstellt am 19.Mai.2016 | 12:15 Uhr

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