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Insel-Bote

09. Dezember 2016 | 06:52 Uhr

Heute Artist Talk in ALkersum : Leere Räume und eine Insel im Regen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Arbeitsurlaub auf Föhr und ein Abstecher nach Amrum: Die Fotokünstlerin Nicole Ahland lässt sich von den Inseln inspirieren.

„Na, da habe ich mir ja einen Tag ausgesucht.“ Am Donnerstag, als die Fotokünstlerin Nicole Ahland auf Amrum war, trieb der Wind den Regen waagerecht vor sich her. „Aber ich bin begeistert“ sagte die 46-jährige aus Wiesbaden. „Das Licht ist viel interessanter, eine ganz andere Welt als die letzten Wochen im Sonnenschein auf Föhr.“ Im Museum Kunst der Westküste war Ahland im Frühjahr in der Ausstellung „Empty Rooms – Die Schönheit der Leere“ zu sehen. Als „Artist in Residence“ wohnte sie jetzt einen Monat lang neben dem Museum, zog über die Insel und ließ sich für neue Arbeiten inspirieren. „Ich bin wirklich in jeden Winkel gekrochen“, sagt Ahland, die begeistert ist von dem Vertrauen, was die Insulaner ihr, einer Fremden, in Form von überlassenen Schlüsselbunden entgegenbrachten. Ihr Spezialgebiet sind Räume im Umbruch, die sich – analog zur Gesellschaft – eben auch verändern. „Dafür habe ich auch ganz besondere Orte auf Amrum gefunden“, sagte Ahland.

Erster Umbruch-Raum: die alte, leere Einschwimmhalle in Norddorf, wo gerade Wände rausfliegen, damit ein Pottwal-Skelett für die neue Ausstellung hineinpasst. Das Café Knülle am Nebeler Strand faszinierte Ahland wegen seiner Verbindung von drinnen und draußen. Dieser Mix aus Strandkorbvermietung, Café und Kunstverein (mit von Künstlern gestalteten Porzellanbechern) mitten auf einem der breitesten Strände Europas, fand Ahland sehr originell. Mitbesitzer Kalle Wruck fuhr sie mit dem Trecker hinaus. Am Regentag: menschenleer. Als ebenfalls besonders empfand sie die DLRG-Station an Wittdüns Strandpromenade. Drinnen ober-spartanisch, draußen eine One-Million-Dollar-Aussicht über den Kniep bis nach Nirgendwo. Für Nicole Ahland, die in dem schmalen, halboffenen E-Mobil, was ihr Amrums Tourismus-Chef Frank Timpe zur Verfügung stellte, zwar ziemlich nass wurde, dafür aber an allem nah dran war, war der Ausflug eine tolle Erfahrung.

Über ihre Erlebnisse und die Zeit auf Föhr, über ihre Arbeiten und den Kontakt zu den Insulanern spricht sie am Sonntag, 2. Oktober, um 15 Uhr mit Christiane Morsbach beim „Artist Talk“ im Museum Kunst der Westküste. Anmeldung unter ✆  04681 747400, oder unter info@mkdw.de.

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