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Insel-Bote

24. April 2014 | 07:48 Uhr

Nieblum - Kurbetrieb bleibt Sorgenkind

vom

Der Wirtschaftsplan weist auch für dieses Jahr ein beachtliches Minus aus.

Nieblum | Einstimmig genehmigten die Gemeindevertreter auf der jüngsten Sitzung die über- und außerplanmäßigen Ausgaben und den Jahresabschluss 2009. Zahlen, die bereits im November des vergangenen Jahres Thema waren, als Amtskämmerer Wolfgang Schulze, der noch jungen Eröffnungsbilanzen wegen, genaue Angaben über das Zustandekommen schuldig bleiben musste. "Immerhin 208 000 Euro", so Nieblums Bürgermeister Friedrich Riewerts, "obwohl wir deutlich weniger Geld verbraucht hatten". Die Erklärungen lieferte der Finanzmachmann nun nach und nannte als größte Posten höhere bilanzielle Abschreibungen (gut 100 000 Euro) und knapp 60 000 Euro für den Kostenanteil am Radweg zwischen Wyk und Nieblum.

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"Viele Zahlen, aber im Großen und Ganzen bleibt das Dilemma erhalten", zog Riewerts im Anschluss mit Blick auf den Wirtschaftsplan 2013 des Kurbetriebes Bilanz. Der Kurbetrieb mache weiterhin ein beachtliches Minus und bewege sich auf Vorjahres-Niveau, erfuhren die Gemeindvertreter. Wenig beruhigend vor dem Hintergrund, dass die Fremdenverkehrsabgabe erhöht und der umsatzbezogene Maßstab eingeführt worden seien, so Riewerts, und man bei der Kurtaxe mit den anderen Gemeinden gleichgezogen habe.

Die Planzahlen sagen einen Verlust in Höhe von 205 100 Euro voraus. Ausgewiesen sind Investitionen in Höhe von 123 000 Euro (Anschaffung von Strandkörben sowie Bau- und Instandsetzungsarbeiten), deren Finanzierung aus Eigenmitteln und einem Investitionskostenzuschuss der Gemeinde in Höhe von 90 000 Euro erfolgen soll. Dass der Kurbetrieb ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und es deshalb gerechtfertigt sei, Verluste auszuweisen, betonte Schulze, ehe der Wirtschaftsplan einstimmig beschlossen wurde.

Versöhnlicher liest sich der Haushaltsplan 2013 der Gemeinde, die auf ein gut gefülltes Rücklagenkonto blickt. Rund 60 000 (im Vorjahr knapp 200 000) Euro wird der Jahresfehlbetrag nach dem Entwurf im Ergebnishaushalt betragen und die Abschreibungen liegen bei rund 113 000 Euro, teilte der Kämmerer mit. Veränderungen bei den Aufwendungen und Erträgen seien im Wesentlichen eine Zunahme der Gewerbe- und Zweitwohnungssteuer (rund 120 000 Euro) und Erträge aus der Auflösung von Sonderposten aus Zuschüssen. Belastet werde das Ergebnis durch die Schlüsselzuweisungen, höhere Personalaufwendungen und bilanzielle Abschreibungen, zudem erhöhen sich die Kreis- und Amtsumlage.

Geplante Investitionen in Höhe von 433 000 Euro, die aus Mitteln der Gemeinde finanziert und für die keine Kredite aufgenommen werden sollen, lassen ein finanziell ausgeglichenes Ergebnis eher unwahrscheinlich erscheinen, so Schulze. Größter Batzen (330 000 Euro) ist hierbei der Ankauf von Baugebieten. "Liest sich ganz gut und sieht gut aus", rief Riewerts zur Abstimmung auf, die wiederum einstimmig ausfiel.

Ebenfalls mit einstimmigem Votum wurde die zweite Änderung der Ortsgestaltungssatzung beschlossen. Nötig, so Riewerts, da es in der Vergangenheit immer wieder Ausnahmegenehmigungen gegeben habe. So liegt die Traufhöhe, derzeit im Ortskern mit 2,10 Metern festgelegt, bei Neubauten bei 2.30 Metern, womit den geforderten Geschosshöhen von 2,40 Metern Rechnung getragen wird. Darüber hinaus sind auf Nebenanlagen und Garagen künftig Grasdächer erlaubt und die bisherige Vorgabe für Fenster in Garagen erfuhr ebenfalls eine Neuerung. Zwar bleibt die Größe der Gesamtfläche unangetastet, statt eines dürfen aber künftig mehrere Fenster eingebaut werden.

Die dritte Satzungsänderung sei bereits in Arbeit, so Riewerts, mit Punkten, die mit dem Kreis noch nicht abgestimmt seien. Stichpunkte sind Fensterfomate und -größen, Backengiebel und Dachgauben, über die im Bauausschuss bereits Einigkeit herrsche, wie Friedrich Riewerts verriet. "Ich denke, dass wir die dritte Änderung noch vor den Wahlen im Mai beschließen werden."

von psz
erstellt am 28.Feb.2013 | 06:14 Uhr

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