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Insel-Bote

07. Dezember 2016 | 21:22 Uhr

Internationaler Museumstag : Küsten-Kunst erkunden

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ gibt es in Alkersum und Wyk am Sonntag Führungen und Veranstaltungen.

Am kommenden Sonntag, 22. Mai, wird der 39. Internationale Museumstag unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ begangen und das Museum Kunst der Westküste ist wie jedes Jahr von 10 bis 17 Uhr mit vielen Veranstaltungen dabei. Das Friesenmuseum in Wyk nimmt den Internationalen Museumstag zum Anlass, eine kostenfreie Führung anzubieten. Diese findet um 12 Uhr statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auf dem Programm in Alkersum stehen Kurzführungen in den vier aktuellen Ausstellungen. Weiter gibt es Auftritte des Männergesangvereins Föhr-West und Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Werkstatt der Museumspädagogik.

„Als besonderes Angebot haben wir einen Artist-Talk mit dem jungen Künstler Thomas Judisch organisiert“, kündigt Museumssprecherin Chritiane Morsbach an. Dazu geht es am Nachmittag nach dem Rundgang durch seine Schau „Interventionen im musealen Raum“ mit einem kostenfreien Kunst-Shuttle in die Parallelausstellung – „Kleider machen Freunde “ – auf dem Wyker Sandwall.

Bei ihrer Begrüßung um 10.30 Uhr wird Museumsdirektorin Ulrike Wolff-Thomsen der Frage nachgehen „Was sind Auftrag, Selbstverständnis und Wirkung des Museum Kunst der Westküste in der Kulturlandschaft von Schleswig-Holstein und Nordfriesland?“. Treffpunkt ist bei schönem Wetter im Garten, bei mäßigem Wetter im Saal 1.

Ab 10.30 Uhr lädt das MKDW den ganzen Tag über zum „Familienausflug“ ein, bei dem Entdeckungstouren und eine offene Werkstatt der Museumspädagogik zu den vier aktuellen Ausstellungen, im Besonderen zur Schau „Max Liebermann und Zeitgenossen. Neue Werke in der Sammlung“ auf dem Programm stehen.

In der Werkstatt können die Museumsbesucher dann selbst mit Pinsel und Temperafarben oder Farbstiften kreativ werden.

Katrin Petersen, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin seit der Gründung des MKDW im Jahr 2009 dort arbeitet, stellt das Haus bei Führungen um 10.45 und 12.45 Uhr vor. Sie berichtet, wie es dazu kam, dass ein Museum mit internationaler Strahlkraft in einem Inseldorf wie Alkersum gebaut wurde, stellt die Architekten vor und beleuchtet, was die Sammlung Kunst der Westküste charakterisiert. Treffpunkt ist bei schönem Wetter im Garten, bei mäßigem Wetter im Saal 1.

Durch die Liebermann-Ausstellung führt Ulrike Woff-Thomsen um 11.30 und 15 Uhr und führt dabei in die Welt der Kunst von Max Liebermann, Peder Severin Krøyer, Otto Mueller, Max Beckmann und vielen anderen Malern ein, die an der Küste Hollands, Nordfrieslands oder der Nordspitze von Jütland gearbeitet haben.

Die Museums-Volontärin Katrin Hippel hat die Ausstellung „Lipadusa“ mit Fotos des jungen italienischen Fotografen Calogero Cammalleri auf die Insel geholt. Um 11.30 und 16.15 Uhr stellt sie auf der Galerie über „Grethjens Gasthof“ ihre persönlichen Highlights in der von ihr kuratierten Ausstellung vor. Cammaleris Schwarz-Weiß-Fotografien geben faszinierende Einblicke in das Leben der Einheimischen auf der vorrangig für ihre Geflüchteten-Problematik bekannten süditalienischen Insel Lampedusa.

In der Ausstellung „Empty Rooms – Die Schönheit der Leere“ zeigen 30 Werke zeitgenössischer Künstler aus Europa und den USA beeindruckende Herangehensweisen an das Thema. Kuratorin Dr. Christiane Morsbach führt um 12.10 Uhr durch diese Ausstellung. Treffpunkt ist im Glasgang.

Kein Fest im Museum Kunst der Westküste ohne den Männergesangverein Föhr-West. Am Sonntag tritt der Chor um 13.30 Uhr mit Frühlingsliedern im Saal 1 auf und singt ab 14.30 Uhr an gleicher Stelle Lieder über die Weite des Meeres.

Bei einer Führung um 14.10 Uhr steht das sommerliche Badeleben auf der dänischen Nordseeinsel Fanø, so wie es das Stockholmer Malerpaar Sigrid Hjertén und Isaac Grünewald sah, im Mittelpunkt. Die beiden verbrachten Anfang des 20. Jahrhunderts viele Jahre in Paris und Zeit im Atelier von Henri Matisse. Ferien machten beide auf Fanø. In der Ausstellung „Max Liebermann und Zeitgenossen“ sind vier ihrer unter dem Einfluss der Farb- und Formsprache von Matisse stehenden farbenfrohen Werke zu entdecken, die das Badeleben auf der süddänischen Insel zeigen. Christiane Morsbach erzählt, warum gerade diese Werke auch Lieblingswerke des Museumsteams sind. Treffpunkt ist im Saal 3.

Bronzene Pferdeäpfel im Garten, ein Video mit Winke-Hand in Dauerschleife oder täuschend echt wirkende – fotografierte – Kleidungsstücke an der Wand: Um 15.45 Uhr führt Thomas Judisch durch seine Ausstellung „Interventionen im musealen Raum“. Um 16.15 Uhr kann man dann zusammen mit Judisch und Morsbach nach Wyk fahren und dort die Ausstellung „Kleider machen Freunde“ im Modenhaus Ehlers anschauen.


Programm und weitere Infos unter www.mkdw.de

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erstellt am 20.Mai.2016 | 08:30 Uhr

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