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Föhr-Land : Knusperhexe im Märchenwald

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

„Hänsel und Gretel“: Die Grundschulkinder von Föhr-Land führten ihre Oper vor vollem Haus auf.

„Nächstes Mal mieten wir die Nationalparkhalle“, so Michael Oldigs, Leiter der Grundschule Föhr-Land, der kurz vor Beginn der Aufführung von „Hänsel und Gretel“ (wir berichteten) nur noch Stehplätze in der Midlumer Turnhalle anbieten konnte. Dabei wurde die Erwartung des Publikums mehr als erfüllt: Nach einer nur einwöchigen Probe hatte die „Junge Oper“ aus Detmold mit allen Grundschülern Engelbert Humperdincks Oper einstudiert, allen Greteln, Hänseln und Hexen Texte und Choreographien vermittelt und mit dem jungen Opernchor die entsprechenden Lieder einstudiert. Selbstverständlich fehlte bei der Aufführung auch die märchenhafte Kostümierung nicht, so dass sich Groß wie Klein zwei Stunden lang verzaubern lassen konnte.

Rechtzeitig zur Aufführung war auch die Arienstimme von Gretel in Person von Mira Graczyk (Sopran) angereist, die mit Stefan Lindemann (Tenor) und Alexander U. H. Schubert (Bassbariton) einzelne Passagen sang.

„Wir sind aber eigentlich gar nicht da“, betonte Lindemann als Geschäftsführer und Leiter der „Jungen Oper“, der es in einer beachtenswerten Weise mit seinem Kollegen Schubert geschafft hatte, dem Opernchor mit leisen Handzeichen die nötigen Regieanweisungen zu geben. Eine zuschauende Mutter beschloss danach übrigens spontan, diese Methode zu Hause einzuführen.

Während die Süderender Gretel und Hänsel am Nachmittag den Märchenwald durchschritten und ihre Midlumer Kollegen am Abend die Knusperhexe in den Ofen stießen, hatte der Opernchor einen kleinen Aufführungsmarathon zu absolvieren, denn er setzte sich aus Kindern beider Standorte zusammen.

Das begeisterte Publikum dankte mit viel Applaus und erklatschte sich eine Zugabe, die es dann letztlich selbst mitsingen durfte, so dass noch auf dem Heimweg einige Passagen aus „Ein Männlein steht im Walde“ zu hören waren.


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