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Von Fochbek nach Föhr : Klassenfahrt zum Arbeitseinsatz

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zehntklässler machten beim Müllsammeln an der Südküste vor der Godelniederung praktische Erfahrungen in Sachen Meeresschmutz und -schutz. Unterstützt wurden sie dabei vom BUND.

Dass sie so viel Zeug am Strand finden würden, was aus dem Meer kommt, aber da nicht hingehört, das hätten die 16-Jährigen nicht gedacht. Die 20 Schüler der zehnten Klasse an der Bergschule Fockbek bei Rendsburg hatten ihre Abschlussfahrt in den Dienst der Umwelt gestellt und marschierten kopfgesenkt rund zweieinhalb Stunden den Strand hinter der Godelniederung Richtung Westen und hatten ziemlich schnell ihre Sammeleimer voll. Jede Menge Scherben, Plastikteile, alte Batterien, Gummistiefel, einen antiken Tauchsieder und natürlich die bunten Schnüre von Fangnetzen zogen die Jugendlichen aus dem Watt.

Die Aktion von Geografie-Lehrer Lars Heckmann war von langer Hand geplant und von der Inselgruppe Föhr des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) organisiert, nämlich von Philipp Gewalt, der sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) auf der Insel verbringt. „Diese bunten Bändsel sind Scheuerschutzfäden. Die werden von den Fischern an den Boden der Schleppnetze gebunden, damit die sich bei Grundberührung nicht so schnell abnutzen“, klärte er die Schüler auf. „Gefährlich für alle Vögel, die im Spülsaum picken, zum Beispiel für den Sandregenpfeifer.“ Der FÖJler hatte vor dem Strandmarsch eine kleine Einführung gegeben und die Jugendlichen für eventuell brenzlige Funde sensibilisiert. „Kanister mit Flüssigkeiten drin sollte man auf keinen Fall öffnen, das können Chemikalien sein.“

Die Idee zur Aktion kam Lehrer Heckmann während des Unterrichts zum Thema Umwelt und Meeresverschmutzung. „Dafür hatten wir auch Studenten der Uni Kiel zu Gast.“ Da das Thema gut ankam, beschloss Heckmann mit seinen Zehntklässlern noch eine kleine Abschlussfahrt in Sachen Meer und Sauberkeit zu unternehmen. Eine der Schülerinnen schlug Föhr vor, wo sie immer die Sommerferien verbringt. Heckmann, der die Insel kannte, recherchierte und stieß sofort auf das aktuelle BUND-Projekt „Plastikfrei wird Trend“.

Vier Tage verbrachte die Klasse auf der Insel. Auch eine Rallye hatten sie noch eingeplant. Aber die Strandbegehung war sicherlich ein Highlight. Ausgestattet mit Greifern, Arbeitshandschuhen und festem Schuhwerk und unter strahlend schöner Sonne hat der Job allen Spaß gebracht.

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