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Insel-Bote

05. Dezember 2016 | 01:34 Uhr

Deichschau auf Föhr : Kalk lässt das Gras endlich wachsen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Deich am Oldsumer Schöpfwerk ist grün – Föhrer Küstenschutzanlagen haben den Winter gut überstanden.

Die Föhrer Deiche haben den Winter unbeschadet überstanden. Bei der so genannten „kleinen Deichschau“ im Frühjahr wurden jetzt in nicht allzu großer personeller Besetzung die einzelnen Abschnitte des Hochwasserschutzes begutachtet und für gut befunden.

Vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) waren der Baubezirksleiter Winfried Brochtrup und der Abteilungsleiter für Betrieb und Instandhaltung der Küstenschutz- und Hafenanlagen, Fabian Lücht, auf die Insel gekommen, wo sie unter anderem von Deichgraf Karl-Julius Volkerts und dem Geschäftsführer des Deich- und Sielverbandes, Dr. Hark Ketelsen, in Empfang genommen wurden.

„Der Unterhaltungzustand des Deiches ist durchweg gut“, lautete die abschließende Feststellung von Hark Ketelsen. Auch am neuen Schutzwall am Oldsumer Schöpfwerk, längere Zeit das Sorgenkind der Fachleute, konnte nach dem Kalken des Bodens eine deutliche Verbesserung der Grasnarbe festgestellt werden. „Hauptsache ist, dass das Gras an der Außenseite des Deiches inzwischen weitestgehend in Ordnung ist. Die Stellen binnendeichs werden wir auch noch in den Griff bekommen“, meinte Deichgraf Karl-Julius Volkerts zuversichtlich. Man werde in der kommenden Zeit weitere Bodenproben nehmen, um über ein weiteres Kalken zu entscheiden, kündigte Winfried Brochtrup an.

Das Problem am Oldsumer Deich ist laut Hark Ketelsen darauf zurückzuführen, dass der Boden sauer und so ein Pflanzenwuchs nicht möglich sei. Inhaltsstoffe des alten Kleibodens, der für den Deichbau aus tieferen Schichten entnommen wurde, würden durch die Luftzufuhr oxidieren und dabei Säuren entstehen, die durch Kalk neutralisiert werden können. Beim Klei in den oberen Bereichen sei dieser Prozess bereits abgeschlossen.

Im Rahmen ihrer Deichtour rund Föhr stellten die Fachleute fest, dass sich die Erosionen am Oevenumer Vorland fortgesetzt haben. Die Ursachen dieser Entwicklung seien schwer zu benennen, hieß es dazu. Um ihr aber entgegenzuwirken, sollen die Lahnungen vor Oevenum weiter ausgebessert und gepflegt werden.

Kein Thema bei dieser Frühjahrs-Deichschau war die Verstärkung des Hochwasserschutzes zwischen Utersum und Dunsum. Zuständig sind dafür andere Abteilungen des LKN.

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erstellt am 28.Apr.2016 | 12:30 Uhr

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