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Insel-Bote

08. Dezember 2016 | 03:08 Uhr

In Wyk : Islam im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Flüchtlingsbetreuer Hafedh ben Mansour hält einen Vortrag im Gemeindehaus. Der Politikwissenschaftler befasst sich schon lange mit diesem Thema.

„Islam und arabische Kultur im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne“ lautet das Thema einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Hafedh ben Mansour, die am kommenden Dienstag, 13. September, um 17.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in der St.-Nicolai-Straße stattfindet. Der Nachmittag wird vom Amt Föhr-Amrum und der Kirchengemeinde St.  Nicolai gemeinsam veranstaltet.

Ben Mansour, der als Flüchtlingsbeauftragter beim Amt Föhr-Amrum arbeitet, will an diesem Nachmittag zunächst den Islam als Religion und Lebensweg der Muslime darstellen und dann das Spannungsfeld zwischen dem Islam als traditionelle Herrschaft und modernen, die Menschenrechte beachtenden Demokratien am Beispiel Tunesiens beleuchten.

Weiter wird ben Mansour, der selbst aus Tunesien stammt und seit 28 Jahren in Deutschland lebt, der Frage nachgehen, warum viele arabische Länder es nicht geschafft haben, die Brücke zwischen Tradition und Moderne zu schlagen und dann bei der Demokratisierung im „Arabischen Frühling“ zum Opfer des „Islamischen Staats“ geworden sind.

Hafedh ben Mansour hat seit 1997 als Integrationsberater und Dozent in Bildungseinrichtungen in Hannover gearbeitet und widmet sich diesem Thema seit langem. Schon seine Magisterarbeit in Politikwissenschaft trug den Titel „Demokratisierungsprozess in der Republik Tunesien im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne“. Die Arbeit ist von 1996 und, davon ist der Autor überzeugt, heute aktueller als je zuvor, besonders in Bezug auf Demokratisierung der arabischen Länder sowie Flüchtlingspolitik und Integration in Europa.

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erstellt am 08.Sep.2016 | 06:30 Uhr

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